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"Wenn die Olympiade vorbei, schlagen wir die Juden zu Brei!" Die Juden und die Olympischen Spiele in Berlin 1936 Vortrag von PD. Dr. L. Joseph Heid, Duisburg, mit anschließender Diskussion

Datum: 26.02.2014 19 Uhr
Ort: Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus", Cranger Str. 323, 45891 Gelsenkirchen

Hitler selbst war zunächst nicht sonderlich interessiert, die Olympiade nach Berlin zu holen. Erst als er den propagandistischen Wert erkannt hatte, war er ganz vernarrt in die Idee, sein nationalsozialistisches Deutschland als friedfertiges und tolerantes Land der Welt präsentieren zu können. Er gab die Zusicherung, ausländischen Mannschaften nicht in die Aufstellung hereinzureden. Er übernahm nun die Garantie, die Spiele zu dem auszubauen, was sie noch heute im Gedächtnis sind: die größte bis dahin bekannte Sportshow der Welt. Über das Verhältnis der Juden in Deutschland und dem Ausland zu den Olympischen Spielen in Berlin 1936 ist bislang wenig bekannt. Und doch spielten sie eine sportpolitisch herausragende Rolle, weil die Nazis deutsch-jüdische Sportlerinnen und Sportler aus rassistischen Gründen als Olympioniken von der Teilnahme ausschließen wollten. In diesem Falle hatten die USA mit einem Olympiaboykott gedroht. Wie die Nazis ihre Rassenpolitik trotzdem durchsetzten und die USA vor den deutschen Machthabern einknickten, beschreibt der Vortrag.   

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