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Nach dem Holocaust. Erinnerungen jüdischer Überlebender des Frauen- Konzentrationslagers Ravensbrück Vortrag von Dr. Sabine Kittel, Münster, mit anschließender Diskussion
Etwa 50.000 Juden und Jüdinnen wurden durch das Ende des Zweiten Weltkriegs im deutschen Reichsgebiet befreit. Viele kamen in sogenannten Displaced-Persons-Lagern unter. Häufig konnten die Überlebenden aufgrund ihrer schlechten körperlichen Verfassung nicht zurückzukehren, die meisten aber wollten gar nicht zurück. Niemand aus ihrer Familie hatte überlebt, lange schon war ihr Zuhause zerstört worden. Wie ging für diese Menschen das Leben nach dem Überleben weiter? Welche Hoffnungen und Ziele hatten sie, welche Hindernisse stellten sich ihnen entgegen, und wer war an ihrer Seite? Fragen wie diese stellte ein Oral History-Projekt an Holocaust-Überlebende, die in die USA emigriert waren. Die Interviews, über die in dem Vortrag gesprochen wird, zeigen, wie sehr das Leben der Konzentrationslager-Überlebenden durch die Ausgrenzung und Vertreibung aus der Heimat, Krieg und Verlust geliebter Menschen geprägt worden ist - und welche besondere Bedeutung hierbei das Glück und der Glaube bekommen haben.
