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Der Mythos der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" - Beispiele aus Gelsenkirchen Vortrag von Dr. Daniel Schmidt, Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen
Eines der zentralen Objekte der neugestalteten Dauerausstellung in der Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus" ist eine durch den Künstler Andreas Wilhelm Ballin gestaltete Karte Gelsenkirchens als "Stadt der Arbeit und Erholung" aus dem Jahr 1935. Auf dieser Karte sind nationalsozialistische Vorstellungen einer "Arbeitermusterstadt" zu sehen - einige, wie die Reichsautobahn, wurden realisiert, andere, wie das große Thing-Theater auf dem Berger Feld, kamen über erste Planungen nicht hinaus. Im Vortrag werden die unterschiedlichen Projekte vorgestellt und in die nationalsozialistische "Volksgemeinschafts"-Ideologie eingeordnet, deren Verheißungen in engem Zusammenhang zu der Mitmachbereitschaft vieler Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener während der NS-Zeit stehen.
