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"Der liebe Unhold" - Leben und Schaffen des Bauhauskünstlers und Emigranten René Halkett (1900-1983) Vortrag und Lesung von Thomas B. Schumann, Hürth, mit anschließend Diskussion

Datum: 29.05.2019 19:00 Uhr
Ort: Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus", Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen

2019 jährt sich zum einhundertsten Mal die Gründung des Weimarer Bauhauses (später Dessau), der wichtigsten Kunstschule des 20. Jahrhunderts, deren revolutionäre Ideen in Kunst, Architektur und Design bis heute fortwirken. 1933 von den Nationalsozialisten zur Selbstauflösung gezwungen, mussten viele seiner Lehrer und Schüler ins Ausland emigrieren - so auch der aus einer thüringisch-sächsischen Adelsfamilie stammende René Halkett. In seiner 1939 auf Englisch erschienenen Autobiographie "Der liebe Unhold", berichtet er von seinem bewegten Leben als Kadett im Ersten Weltkrieg, Wandervogel, Loheland-Tänzer, Freikorpskämpfer, KPD-Sympathisant, Bauhaus-Schüler. Segelflugpionier in Ostpreußen, Maler in der Rhön, Journalist für die "Frankfurter Zeitung", Emigrant auf Ibiza und in Großbritannien. es ist eines der aufschlussreichsten autobiographischen Zeitportraits des 20. Jahrhunderts, vergleichbar Sebastian Haffners "Geschichte eines Deutschen".  

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