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Vortrag: Uta Gerlant: Das MEMORIAL-Verbot in Russland
Uta Gerlant: Das MEMORIAL-Verbot in Russland
MEMORIAL entstand Ende der 1980-er Jahre aus einer massenhaften Bürgerbewegung in vielen Städten der Sowjetunion. Ziel war es, das Schweigen über die stalinistischen Repressionen zu brechen; auch die Geschichte der ehemaligen "Ostarbeiter", der sowjetischen Zwangsarbeiter*innen in Nazideutschland, erforschte MEMORIAL. Außerdem gilt das Engagement von MEMORIAL der Respektierung der Menschenrechte heute. Mit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde Memorial international und gründete später einen entsprechenden Dachverband. Dieser wurde am 28. Februar 2022 vom Obersten Gericht der Russischen Föderation verboten. Über die Geschichte und Bedeutung von MEMORIAL und dessen aktuelle Situation berichtet Uta Gerlant. Die Osteuropahistorikerin war 1991 Freiwillige bei MEMORIAL in Sankt Petersburg und 1993 Mitbegründerin von MEMORIAL Deutschland e. V., in dessen Vorstand sie sich zehn Jahre lang engagierte. Darüber hinaus arbeitete sie im Zusammenhang mit der Zwangsarbeiter*innen-Entschädigung für die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und war bis 2020 Leiterin der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam.
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