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Vortrag: Katharina Wojatzek, Dr. Rolf Fischer Eine verlorene Welt – Osteuropäische Jüdinnen und Juden in Dortmund und die „Polenaktion“ 1938

Datum: 17.08.2023 19:00
Ort: 44147 Steinwache Dortmund
Preis: kostenlos

Seit Ende des 19. Jahrhunderts zogen Arbeiter aus den polnischen Gebieten Preußens, des russischen Zarenreiches und des Habsburgerreiches in die westlichen Industriegebiete, um sich bessere finanzielle Perspektiven zu schaffen. Im Zuge dieser Zuwanderungen wuchs die jüdische Gemeinde Dortmunds um etwa 1400 Jüdinnen und Juden aus Osteuropa. Diese „Ostjuden“ genannten Migrant*innen bildeten lokale Gemeinschaften in der Dortmunder Nordstadt. Ihr Ende fanden diese Quartiere am 27. und 28. Oktober 1938, als die nationalsozialistische Regierung etwa 17.000 Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit aus dem Deutschen Reich auswies und über Nacht an die deutsch-polnische Grenze verschleppte. Auch 600 Männer, Frauen und Kinder aus Dortmund waren von dieser ersten reichsweit organisierten und gewalttätig durchgeführten Massenausweisung betroffen. 

Katharina Wojatzek, M.A., hat ihre Masterarbeit zu den Memoiren Martha Appels, der Frau des Dortmunder Rabbiners Ernst Appel, verfasst und arbeitet zur Zeit an ihrer Dissertation zum Thema „Arisierung in Dortmund“. 
Dr. Rolf Fischer hat das Gedenkbuch für die Dortmunder Opfer der Shoah „Verfolgung und Vernichtung“ verfasst und arbeitet an Themen zur jüdischen Geschichte und zum Antisemitismus in Dortmund

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