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„Geächtete“. Sinti und Juden im Werk von Otto Pankok Eröffnung der Ausstellung

Datum: 14.06.2015 11:00
Ort: Jüdisches Museum Westfalen

Dem Maler Otto Pankok und seiner Frau, der Journalistin Hulda Pankok, wurde 2014 posthum von der israelischen Organisation „Yad Vashem“ der Preis „Gerechte unter den Völkern“ verliehen. Otto und Hulda Pankok hatten 1945 ein jüdisches Ehepaar in ihrem Haus in der Eifel versteckt und so vor dem Zugriff der Nazis gerettet. Diese Preisverleihung und die Tatsache, dass Otto Pankok sich sehr früh mit Bildern und Schriften der Unterdrückung und des Leids von Sinti und Roma sowie der Juden annahm, ist Anlass für das Jüdische Museum, eine umfangreiche Ausstellung zum Thema „Geächtete.“ Sinti und Juden im Werk von Otto Pankok zu zeigen.

In Dorsten wird der größte Teil der zahlreichen Bilder und Skulpturen Pankoks zum Thema Zigeuner und Juden im Original zu sehen sein. Pankok lebte zwischen 1930 bis 1933 monatelang unter den Sinti und Roma, die Modell für seine Bilder wurden. Einige ihrer Gesichter verarbeitete er später auch in seinem berühmten Bilderzyklus „Die Passion“. Fast alle Menschen, die Pankok in diesem Zyklus gemalt hat, verloren als Sinti, Roma und Juden ihr Leben durch die Nazis. Die Ausstellung zeigt auch das Bild eines Zigeunermädchens, dass 1933 auf der berüchtigten Ausstellung „Entartete Kunst“ in München gezeigt wurde. Danach erhielt Otto Pankok Verkaufs-, Arbeits- und Ausstellungsverbot.

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