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Unbehagen, Protest und Widerstand. Die „andere“ Jugend und der Nationalsozialismus im Münsterland

Datum: 04.11.2010 15.30 - 21.00
Ort: Kath. Akademie Franz-Hitze-Haus

Vor 77 Jahren konnten auch im Münsterland die Nationalsozialisten ihre Herrschaft installieren. Hier, wo sie in den Jahren zuvor nur eine Minderheit gewesen waren, konnten sie nun über kommunale Fragen und Schulinhalte, über Bauprojekte und öffentliche Veranstaltungen bestimmen. Wie tief gelang es den Nationalsozialisten in das »schwarze« Münsterland vorzudringen? Ist zu diesem Thema alles gesagt, oder gibt es noch offene Fragen?

Unsere Tagung präsentiert zunächst aktuelle Ergebnisse der regionalgeschichtlichen Aufarbeitung dieses Themas. Dabei geht es um eine Fragestellung, von der man glaubte, die Antwort bereits zu kennen. Der Widerstand gegen den NS-Staat war seit den 1950er Jahren in Erinnerungen, Forschung und Öffentlicher Darstellung der Publizistik vertreten. Unter dem Titel »Widerstand in« wurden ganze Städte, Regionen und Bevölkerungsgruppen als Bereiche nicht angepassten Denkens und Handelns verortet. Die Forschung scheint aber bei genauerer Sichtung der Resultate in wissenschaftlicher Hinsicht das Münsterland etwas vergessen zu haben. Oder irrt hier die Wahrnehmung? Den Abschluss bildet dann ein Überblick über Abweichendes Verhalten unter der NS-Herrschaft.

Tagung in der kath. Akademie Franz-Hitze-Haus
Tagungsnummer: 10-536 ST
In Kooperation mit: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

ReferentInnen werden sein: Gertrud Althoff, Münster
Matthias M. Ester, Münster
Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Leipzig
Christoph Spieker, Geschichtsort Villa ten Hompel 

Infos und Anmeldungen über <link https: freemailng9907.web.de _blank>www.franz-hitze-haus.de

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