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"Che Guevara statt Hitler?" Aktionsformen, Codes und Symbole des modernen Rechtsradikalismus

Datum: 22.09.2008 20.00 - 00.00
Ort: Villa ten Hompel

Auf Einladung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster und des Geschichtsorts Villa ten Hompel gibt Michael Sturm, M.A. in Leipzig, unter dem Titel "Che Guevara statt Hitler?" einen Überblick über Aktionsformen, Codes und Symbole des modernen Rechtsradikalismus.

Die rechtsextreme Szene in der Bundesrepublik ist dynamischer geworden. Sie hat Züge einer Sozialen Bewegung angenommen. Über den "Kampf um die Straße" oder durch ihr Auftreten in den Landtagen von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern versucht etwa die NPD ihre rassistischen und antisemitischen Parolen in der Öffentlichkeit zu verankern und somit politisch an Bedeutung zu gewinnen. Ähnliche Ziele verfolgen die "Freien Kamerad-schaften", die sich selbst als Speerspitze der "Bewegung" verstehen und versuchen, ideologisch, rhetorisch sowie habituell an das historische Vorbild der SA anzuknüpfen. Nahezu wöchentlich finden in der Bundesrepublik Aufmärsche rechtsextremer Gruppierungen statt.

Die Ausdrucksformen, subkulturellen Codes, Erkennungszeichen und Kleidungsstile des Rechtsextremismus haben sich ausdifferenziert. Neonazis treten heute mit Palästinensertüchern und Che Guevara-Shirts in der Öffentlichkeit auf. Bei rechtsextremen Aufmärschen sind nicht mehr nur die üblichen rassistischen Parolen zu vernehmen, sondern auch vermeintlich "linke" Slogans, die sich gegen Globalisierung und Sozialabbau richten.

Oftmals bleibt es jedoch nicht bei provokanten Aufmärschen und verbalem Radikalismus. Die Zahl rechtsextremer Straftaten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Seit der Wiedervereinigung sind mindestens 100 Menschen bei rassistisch oder rechtsextrem motivierten Gewalttaten ums Leben gekommen.

Ein Schwerpunkt des Vortrags wird auf der Betrachtung der "Freien Kameradschaften" und der NPD liegen

Der Eintritt ist frei.

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