Inhalt Seitenleiste
Umbaumaßnahmen Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund
Seit Juni 2025 befindet sich die Gedenkstätte im Umbau. Die geplante Modernisierung der Steinwache umfasst zwei zentrale Teilbereiche: eine neue Dauerausstellung und den Bau eines modernen Empfangsgebäudes.
Die neue Dauerausstellung wird die Gesamtheit der Inhaftierten des Gefängnisses in den Mittelpunkt stellen und exemplarisch über Fallgeschichten näher beleuchten. Die Interaktionen zwischen (späteren) Häftlingen, Polizisten und weiteren beteiligten Akteurinnen und Akteuren sowie deren jeweilige Handlungsmotivationen und die Frage nach der öffentlichen Wahrnehmbarkeit sollen dabei das Verfolgungsgeschehen sowie seine gesellschaftliche Rahmung veranschaulichen. Andererseits wird das Haus selbst als Haftort, eingebunden sowohl in den Stadtraum als auch in den NS-Haft- und Lagerkosmos, im Fokus stehen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist der Bau eines neuen Empfangsgebäudes. Der Neubau umfasst einen Informations- und Wechselausstellungsbereich sowie Seminarräume. Insbesondere die neuen Räumlichkeiten für die Bildungsarbeit sind von großer Bedeutung. Eine der bereits jetzt größten NS-Gedenkstätten des rheinisch-westfälischen Ballungsraumes soll damit zu einem modernen Lern- und Erinnerungsort von bundesweiter Bedeutung werden, der am lokalen Fall grundlegende Einsichten in das NS-Verfolgungssystem vermitteln kann, die deutlich über Dortmund und die Region hinausweisen.
Die Neukonzeption der Dauerausstellung und die zukünftigen pädagogischen Angebote sollen einer größtmöglichen Vielfalt von Menschen die Teilhabe an historisch-politischem Lernen ermöglichen. Die Orientierung an inklusiven Zugängen und Barrierefreiheit bildet den Grundstein zukünftiger Bildungsarbeit.
Modell des Neubaus der Gedenkstätte Steinwache mit Empfangsgebäude (Konermann Siegmund Architekten BDA)
