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Der jüdische Friedhof in Deutz Führung mit Winfried GÜNTHER, Synagogengemeinde Köln

Datum: 02.08.2018 16.00-17.00 Uhr
Ort: Treffpunkt: 14.30 Uhr Bahnhof Siegburg an Gleis 1 oder 15.45 Uhr vor dem Eingang, Judenkirchhofsweg 1, 50679 Köln
Preis: 5,00 EUR

Die jüdische Gemeinde in Deutz war in der Frühen Neuzeit eine der wichtigsten Gemeinden in Kurköln. Der jüdische Friedhof am Judenkirchhofsweg in Deutz wurde 1695 gegründet, nachdem die Deutzer Juden durch den Erzbischof Clemens ein Grundstück zur Pacht erhalten hatten. Dort erfolgten ab 1698 erste Bestattungen. Er ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof im Gebiet der heutigen Stadt Köln. 1859 und 1895 wurde er jeweils erweitert und 1918 geschlossen Die letzte Bestattung erfolgte während des Zweiten Welt-kriegs im Jahr 1941.

Die Anzahl der hier im Laufe der Zeit bestatteten Gläubigen wird mit etwa 5000 beziffert. Beigesetzt wurden seit dem Ende des 17. Jh. Angehörige der jüdischen Gemeinde Deutz, aber auch Angehörige der nach 1798 sich wieder entwickelnden Kölner Gemeinden. Heute sind vor Ort noch mehr als 3.350 Grabstätten aus dem späten 17. Jh. bis 1941 erhalten. Zu den bekannten Namen, die hier bestattet wurden, gehören u.a.: Isaac Offenbach, der Vater des deutsch-französischen Komponisten Jacques Offenbach, der deutsch-jüdischer Philosoph, Schriftsteller und Politiker Moses Hess oder Angehörige der bedeutenden Kölner Familie Oppenheim.

Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Verbindliche Anmeldung im Kreisarchiv erforderlich! Maximale Teilnehmerzahl: 25 Personen. Anmeldung: Tel. 02241/13-2928 oder Fax 02241/13-3271 oder FVgedenk-staette@rhein-sieg-kreis.de

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