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Besucherinformationen Aktives Museum Südwestfalen

Weitergehende Informationen finden Sie unter www.aktives-museum-suedwestfalen.de

Zusammen mit der Universität Siegen sowie dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein hat das Aktive Museum Südwestfalen ein virtuelles Gedenkbuch für die NS-Opfer aus der Region erstellt: www.aktives-gedenkbuch.de

Postadresse

Aktives Museum Südwestfalen e.V.
Häutebachweg 6
57072 Siegen
Öffnungszeiten  
Dienstag 15 bis 18 Uhr
Sonntag 15 bis 18 Uhr

sowie nach Vereinbarung.

Angebote für Schulklassen und Gruppen

  • Führungen durch das Aktive Museum Südwestfalen - Dauerausstellung oder Sonderausstellungen
  • Alternative Stadtrundgänge bzw. Stadtrundfahrten in Siegen
  • Führungen über die jüdischen Friedhöfe in Siegen-Wittgenstein

individuell nach Absprache unter Telefon: 0271/20100 (Frau Grindel)

So finden Sie uns

Vom Hauptbahnhof Siegen erreichen Sie das Aktive Museum am Obergraben 10 in 6 bis 8 Minuten zu Fuß. Aus dem Bahnhof kommend gehen Sie geradeaus durch die Fußgängerzone Bahnhofstraße. Überqueren Sie dann die Koblenzer Straße. Nun gehen Sie die Straße Obergraben hinauf. Am Ende links befindet sich das Museum.

Mit dem Auto:

  • Anfahrt von Norden (Dortmund oder Köln): A45 Ausfahrt Siegen (Nr. 21), weiter in Richtung Siegen/Netphen bis zur Abfahrt SI-Innenstadt, an der ersten großen Kreuzung rechts ab B54 Richtung Limburg, 2. Ampel links in das Parkhaus Löhrtor neben dem Schwimmbad, aus der 4. Etage des Parkhauses gehen Sie über die Fußgängerbrücke auf das Museum zu.
  • Anfahrt von Süden (Frankfurt): A45 Ausfahrt Siegen/Eisern (Nr. 22), mehrere Kilometer bis Kreuzung Koblenzer Straße, nun rechts ab bis zur nächsten Kreuzung, dann rechts ab B54 Richtung Limburg, 2. Ampel links in das Parkhaus Löhrtor neben dem Schwimmbad, aus der 4. Etage des Parkhauses gehen Sie über die Fußgängerbrücke auf das Museum zu.

Ein "aktives" Museum?!

Anlässlich der Gedenkstunde zum 9. November 1992 wurde eine kleine Ausstellung im ehemaligen Luftschutzbunker am Obergraben in Siegen gezeigt. Der Bunker war 1940 auf den Grundmauern der im Jahr zuvor abgerissenen Synagoge errichtet worden. Die Besucherinnen und Besucher waren von der für die Gedenkstunde aufgebauten Ausstellung so beeindruckt, dass die Idee aufkam, in einem größerem Rahmen an die ehemalige jüdische Gemeinde zu erinnern.

Es vergingen dann einige Jahre, in denen mit dem Eigentümer des Bunkers, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, über die Herausgabe eines Teils des Gebäudes für Dokumentationszwecke verhandelt wurde. Am 10. November 1996 war es endlich so weit: Im Beisein des Landesrabbiners von Westfalen, Dr. h.c. Henry G. Brandt, wurde das kleine Museum, das zugleich Gedenk-, Lern- und Dokumentationsort sein soll, eröffnet. Seit dieser Zeit steht der interessierten Öffentlichkeit das Museum zur Verfügung.

Häufigste Besucher sind Gruppen, vor allem Schulklassen, die sich zu Führungen mit anschließenden Stadtrundgängen zur Geschichte des Nationalsozialismus vor Ort anmelden. Ein Förderverein leitet das Museum. Er ist eng eingebunden in die Arbeit der örtlichen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die eine Reihe ihrer Veranstaltungen im Museum durchführt.

Eine Erweiterung des Museums erfolgte am 27. Januar 2001. Es umfasst nun die gesamte erste Etage des Luftschutzbunkers (rd. 200 qm). Frau Staatsministerin a.D. Ilse Brusis sagte dabei u.a. während der feierlichen Eröffnung am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: „Das ist es wohl, was die Arbeit des Aktiven Museums Südwestfalen so erfolgreich macht: Hier haben die Opfer Namen und Gesichter, sogar Adressen, das heißt, sie werden einem konkreten Ort zugeordnet, den die Besucher kennen, zu dem sie eine Beziehung haben. Das schafft persönliche Betroffenheit, macht deutlich, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten an ganz normalen Mitmenschen, an den Nachbarn, dem Kaufmann an der Ecke, dem Arzt, dem Lehrer begangen wurden, Menschen, die in und für unsere Gesellschaft gelebt haben… Damit wirkt das Museum auch dem entgegen, was manche Menschen im Zusammenhang mit solchen Gedenktagen wie dem heutigen befürchten: Das unser Gedenken zum Ritual, zur hohlen Form wird.“