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Zum Gedenken an die Opfer JULE-Club besucht Villa ten Hompel

Verfasst am 03. Februar 2016

In Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus besuchte der JULE-Club der Lebenshilfe Münster die Villa ten Hompel, die im Zweiten Weltkrieg als Sitz der Ordnungspolizei diente und heute als „Geschichtsort“ zur Auseinandersetzung mit der Nazi-Vergangenheit einlädt. „Ich bin schon so oft an diesem Haus vorbeigefahren, aber ich hätte nie gedacht, dass es so groß ist“, staunte Michael Angly, der Vorsitzende des Selbstvertreter-Gremiums, das die Interessen von Menschen mit geistiger Behinderung vertritt. Die Teamer der Villa ten Hompel führten die Teilnehmer in Zweier-Gruppen durch das Haus mit seinen insgesamt 60 Zimmern, klärten über die bewegte Geschichte der Villa auf  und präsentierten die anschaulich gestaltete Ausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“. Die Dauerausstellung thematisiert insbesondere die Beteiligung der Ordnungspolizei an den Verbrechen des Nazi-Regimes und die Versuche der „Wiedergutmachung“ nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Durch die Aufteilung in Kleingruppen gelang es den Teamern und den Teilnehmern gemeinsam, einen sehr persönlichen Zugang zu diesem schweren Thema zu finden. „Die Nazis haben so viele Menschen getötet, Juden, Roma und Sinti und ja auch Menschen mit Behinderung, also Menschen wie wir“, zeigte sich Federico Talarico in der gemeinsamen Abschlussrunde betroffen: „Es ist sehr gut, dass Menschen heute verschieden sein können!".

Ein Text von Katharina Könning

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