Inhalt

40 Jahre Maximilian-Kolbe-Werk: Gesten der Versöhnung aus Münster und Lublin in Auschwitz

Verfasst am 11. Oktober 2013

Zeichen der Versöhnung und des Austausches für die Zukunft am KZ-Gedenkort Auschwitz: Das Maximilian-Kolbe-Werk lud jetzt aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens Überlebende aus Konzentrationslagern, Ghettos und Gefängnissen zu einer internationalen Begegnung ins polnische Oświęcim ein – darunter den Sprecher der polnischen Vertrauensleute, Zdzisław Badio (r.) aus Lublin. Allein in seiner Region rund um die Partnerstadt von Münster wohnen über 100 Seniorinnen und Senioren mit schweren Hafterfahrungen, Verfolgungstraumata, mit Sprech- und Pflegebedürftigkeit, die von der Hilfsorganisation akute Unterstützung benötigen, wie Zdzisław Badio Stefan Querl (l.) aus dem Team des Geschichtsortes Villa ten Hompel der Stadt Münster erläuterte. Querl wurde Mitte Juni als evangelischer Vertreter einer deutschen NS-Erinnerungsstätte neu in die 22-köpfige leitende Mitgliederversammlung des katholischen Kolbe-Werkes berufen. Der stellvertretende Leiter der Villa ten Hompel erwies mit weiteren Ehrenamtlichen den hoch betagten Gästen die Referenz bei ihrem stillen Gang über das Gelände des früheren Lagers sowie zur Folter- und Haftzelle des Franziskaners Maximilian Kolbe, der am 14. August 1941 durch eine Phenol-Spritze in Auschwitz ermordet worden war.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst für Christen und Juden würdigte Rüdiger Freiherr von Fritsch, der deutsche Botschafter in der Republik Polen, das Kolbe-Werk angesichts seiner Friedensbemühungen und der Fortschritte für mehr Verständigung, die gerade im polnisch-deutsch-deutschen Verhältnis vor Ende des Kalten Krieges 1989/90 in Europa alles andere als selbstverständlich und leicht gewesen seien. Die Festansprache im "Zentrum für Dialog und Gebet" hielt der Präsident des Werkes, der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Erzbischof Dr. Robert Zollitsch wird als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz am 20. Oktober in Freiburg/Breisgau mit einem Hochamt gratulieren; dort hat das Hilfswerk seinen Hauptsitz. Mehr: www.maximilian-kolbe-werk.de

zurück