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Besucherinformationen Informations- und Gedenkstätte Stalag VI A Hemer

Postadresse

Verein für Hemeraner Zeitgeschichte e.V.
c/o Stadtarchiv Hemer
Ostenschlahstr. 60, Gebäude 15
58675 Hemer
Öffnungszeiten
Nach Anmeldung im Stadtarchiv Hemer (02372/5506-288)
Dienstag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr
und Donnerstags 14-18 Uhr

Die Kriegsgräberstätten am Höcklingser Weg und auf dem Duloh sind frei zugänglich.

Die Informations- und Gedenkstätte ist nach Anmeldung beim Stadtarchiv (02372/5506-288) Dienstag bis Freitag 9-13 Uhr und Donnerstag von 14 - 18 Uhr zu besichtigen.

Der Verein für Hemeraner Zeitgeschichte (VHZ) bietet nach Terminabsprache auch weitergehende Informationen zum Stalag VI A, sowie Führungen durch die Informations- und Gedenkstätte und die Kriegsgräberstätten an. Bitte wenden Sie sich an eine der folgenden Kontaktadressen:

Hans-Hermann Stopsack
Dulohstraße 20
58675 Hemer
Telefon: 02372/16123

Peter Klagges
Balver Weg 1
58675 Hemer
Tel.:02372/650410
E-Mail: peter.klagges@t-online.de

Eberhard Thomas
Hauptstr. 209
58675 Hemer
Tel.:02372/4079
E-Mail: tausendbergeland@gmx.de

So finden Sie uns

Der Weg zum Gelände der ehemaligen Landesgartenschau in Hemer ist großräumig ausgeschildert. Mit dem Auto der A46 bzw. der B7 und der Landstraße Richtung Altena zum Zentrum Hemer folgen, dann links in die Ostenschlahstraße einbiegen.

Die Wege zu den Kriegsgräberstätten sind aus der Innenstadt mit grünen Hinweisschildern gekennzeichnet.

Kriegsgefangenenlager und Kasernengelände

Das Stalag VI A in Hemer war eines der größten Kriegsgefangenenlager für Soldaten der Mannschaftsdienstgrade im gesamten Deutschen Reich. Die Bezeichnung ist eine Abkürzung für Stamlager, wobei die römische Ziffer VI in Kombination mit dem Buchstaben anzeigt, dass es das erste Lager dieser Art im Wehrkreis VI (Münster) war. Es wurde im Spätherbst 1939 auf dem Gelände einer im Bau befindlichen Kaserne eingerichtet und bestand bis zur Befreiung durch amerikanische Truppen am 14. April 1945. Bis Herbst 1945 diente das Areal unter dem Namen "Camp Rooselvelt" als Auffanglager für Rückkehrer (Displaced Persons). Ende 1945 richtete die Britische Rheinarmee hier das Internierungslager No. 7 (Civil Internment Camp No. 7) für Amtsträger, Sympathisanten und Nutznießer des NS-Regimes ein. Ab Herbst 1946 wurde das Gelände als "Casernes Ardennes" von belgischen Truppen belegt und diente ab 1956 der Bundeswehr als Garnison. 1964 erhielt die bis dahin als „Jüberg-Kaserne“ oder „Panzerkaserne“ bezeichnete militärische Anlage ihren bis zuletzt gültigen Namen „Blücher-Kaserne“. Im Januar 2007 zug die Bundeswehr aus Hemer ab.

Nachdem Hemer im Frühjahr 2007 den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesgartenschau Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2010 erhalten hatte, fanden Umbaumaßnahmen auf dem Gelände statt. Vom 17. April bis 24. Oktober 2010 fand die Landesgartenschau Nordrhein-Westfalen in Hemer statt.

Der seit 1995 bestehen Stalag-Gedenkraum in einem der Wachgebäude nahe dem Haupttor musste im Frühjahr 2009 wegen der Landesgartenschau aufgegeben werden.

Nach völliger Neugestaltung der Ausstellungsinhalte und -präsentation wurde die "Informations- und Gedenkstätte Stalag VI A" am 21. März 2010 neu eröffnet. Die Ausstellung steht nun in einem mehr als 80 qm Fläche umfassenden Raum (gegenüber dem Stadtarchiv) im Gebäude 15 zur Verfügung.

In Hemer erinnern mehrere Gedenkorte an das Leiden und Sterben von tausenden Gefangenen aus verschiedenen europäischen Ländern während des Zweiten Weltkrieges:

  1. Gedenkstätte an der Ostenschlahstr. vor dem Haupteingang des Landesgartenschaugeländes
  2. Informations- und Gedenkstätte zum Stalag VI A im Gebäude 15 am Forumsplatz
  3. Friedhof am Höcklingser Weg, nahe der Bundesstr. 7
  4. Friedhof auf der Anhöhe des Duloh, westlich des Stadtzentrums