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Ein Tag im Zeichen der Geschichte Gesamtschüler nähern sich mit einem Stalag-Thementag dem dunklen Kapitel Hemers an

Verfasst am 12. Mai 2010

„Wenn nur ein wenig bei den Schülern hängen bleibt, dann haben wir viel gewonnen“, sagte Hans-Herman Stopsack, Vorsitzender des Vereins für Zeitgeschichte. Gemeinsam mit Peter Klagges gab er den Fünftklässlern einen Einblick in die Geschichte Hemers mit dem Kriegsgefangenenlager. So erfuhren die Kinder unter anderem, dass das Mahnmal vor dem Eingang der heutigen Landesgartenschau erst 1992 errichtet worden ist, dass das heutige LGS-Gelände zwischen Herbst 1939 und Frühjahr 1945 für die Gefangenen Hunger, Elend und Krankheit bedeutete und (anhand des Modells) welche Funktionen die einzelnen Lagergebäude hatten.

Im Unterricht haben sich die Schüler auf den Tag vorbereitet und das Lager zum Beispiel auf einem Plan angeschaut. Auch die Nacharbeitung des Gesehenen und Gehörten wird gemeinsam mit den Lehrern stattfinden.

Bei den Schülern stieß der Thementag auf positive Resonanz: „Ich finde es gut, dass wir so etwas über die alte Zeit erfahren“, sagte Janina (12). Gemeinsam mit ihren Mitschülern zeigte sie sich bewegt von der grausamen Realität im NS-Unrechtsstaat. „Ich finde es schlimm, wie abgemagert die Menschen hier im Lager waren“, sagte Jasmin (11). Zum Gedenken der Opfer zündeten die Schüler später Kerzen auf dem Duloh an.


Quelle: Silke Wrona, IKZ 07.05.2010

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