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Mahnung für die Zukunft Beim Gedenken an Juden-Deportationen warnt Pastor Gröne vor Vorurteilen

Verfasst am 12. Dezember 2009

Der Deportation von zehn Drensteinfurtern jüdischen Glaubens im Jahr 1941 haben gestern etwa 40 Bürger gedacht. An den im vergangenen Jahr verlegten Stolpersteinen in der Hammer Straße und dem Südwall kamen sie auf Einladung des Fördervereins der Alten Synagoge zusammen. Pfadfinder legten Rosen nieder, während Realschüler der zehnten Klasse die Namen und Lebensdaten der betroffenen Familie Salomon vorlasen. „

Wir wollen dafür sorgen dass die Erinnerung an das, was geschehen ist, nicht verblasst“, sagte der Fördervereinsvorsitzende Dr. Kurt Omland in seiner Begrüßung, die er auch an Bürgermeister Paul Berlage richtete. Pastor Walter Gröne rief das Schicksal der Salomons eindrücklich in Erinnerung. „Welch schreckliche Situation: Zehn Menschen werden im offenen Laster abtransportiert.“

Bis auf ein einziges Familienmitglied kamen alle unter dem Nazi-Regime ums Leben. „Sie stehen für Millionen von Menschen, die grausam ermordet wurden“, sagte Gröne. „Das war möglich, weil man voller Vorurteile war.“ Er rief die Anwesenden und insbesondere die Jugendlichen auf, sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen. „Wir wollen daran mitwirken, dass so etwas nie wieder geschieht.“

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