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Robert Gerwarth: Die Besiegten Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Doch das Ende des Krieges bedeutete keinesfalls Frieden für weite Teile Europas.

Datum: 22.03.2018 19.00 Uhr bis 22.03.2018
Ort: 44122 Stadtarchiv Dortmund, Märkische Straße 14
Preis: kostenlos

Vor allem die Verlierer des Ersten Weltkriegs versanken in einer Spirale der Gewalt.  Die Brutalität des Krieges ist in der kollektiven Erinnerung Europas fest verankert. Fast völlig vergessen ist hingegen das Leid, dass die zahlreichen (Bürger-)Kriege, Vertreibungen, Pogrome und gewaltsamen Auseinandersetzungen nach Ende des Ersten Weltkriegs über weite Teile des Kontinents brachten. Die nicht enden wollenden Kämpfe der Zwischenkriegszeit kosteten nicht nur Millionen Menschenleben, sie hinterließen auch unter den Überlebenden ein explosives Erbe: schwache Staaten, traumatisierte und hasserfüllte Bevölkerungsgruppen sowie Politiker und Militärs, die nur auf die nächste Gelegenheit warteten, um Rache zu üben.
Robert Gerwarth macht das Ausmaß der Kriege und Konflikte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs deutlich und zeigt, warum das Schicksal der Besiegten der Schlüssel zum Verständnis des 20. Jahrhunderts ist.
Robert Gerwarth hat Geschichte in Berlin studiert und in Oxford promoviert. Nach Stationen an den Universitäten Harvard und Princeton lehrt er als Professor für Moderne Geschichte am University College in Dublin. 

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