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"Erzähl mir nix! Verschwörungsmythen im Blick!" Im Projekt „Erzähl mir nix! Verschwörungsmythen im Blick“ bietet das Jüdische Museum Westfalen Seminartage an für Lehrkräfte der Sekundarstufen 1 & 2, für Referendar*innen und für Lehramtsstudierende, die Verschwörungsmythen im schulischen Kontext begegnen, sie in ihrem Unterricht thematisieren (wollen) und damit Haltung für die Demokratie zeigen. 

Verfasst am 01. April 2021

Seit der COVID-19 Pandemie haben Verschwörungserzählungen neuen Auftrieb erhalten – wobei sie unsere Gesellschaften bereits seit Jahrhunderten prägen. Diese Erzählungen sind mehr als absurde Ammenmärchen. Für diejenigen, die als vermeintliche Verschwörer*innen ausgemacht werden, bedeuten sie eine reale Gefahr. Daher dürfen die Kritik der Verschwörungsmythen und die Prävention ihrer Verbreitung nicht erst einsetzen, wenn es bereits brennt – und das leider im wahrsten Sinne des Wortes. Vielmehr müssen wir uns mit diesen antidemokratischen Ideologien auseinandersetzen, um ihnen im Sinne einer wehrhaften Demokratie begegnen zu können. Das bedeutet konkret, über ihre Entstehen und Struktur zu lernen und Wege zu finden, ihnen in der Bildungsarbeit und darüber hinaus zu begegnen. Verschwörungserzählungen sind uns schon lange bekannt; dennoch hat die Corona-Pandemie einige Aspekte besonders deutlich zutage treten lassen. Um ihre Attraktivität zu verstehen, ihre Struktur zu durchschauen und auch ihr Verhältnis zum Antisemitismus und zu anderen Ideologien der Ungleichheit zu erfassen, wählen wir einen überzeitlichen Zugang, der Verschwörungserzählungen in ihrer Geschichte und Gegenwart unter die Lupe nimmt. In den Seminaren vollziehen die Teilnehmer*innen so Kontinuitäten nach und stellen Bezüge zum politischen Tagesgeschehen her. Sie beschäftigen sich mit der Struktur von Verschwörungserzählungen und ihrer Funktion für die Verschwörungsgläubigen. Darüber hinaus erproben sie den Umgang mit Verschwörungserzählungen im eigenen Umfeld und entwickeln Perspektiven für eine Thematisierung von Verschwörungsmythen im schulischen Unterricht. Förderung & Kontakt: Das Projekt wird von der Stadt Dorsten gefördert. Interessierte Schulen, Weiterbildungseinrichtungen, Universitäten und Institute der Lehramtsausbildung erhalten nähere Informationen bei der Projektleitung: Naomi Roth roth@jmw-dorsten.de

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