Inhalt

Besucherinformationen Gedenkstätte Bonn


Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus
An der Synagoge e.V.
Franziskanerstraße 9
53113 Bonn
Telefon: (0049)-(0)228-695240
Telefax: (0049)-(0)228-695217
E-Mail: gedenkstaette-bonn[at]netcologne.de
Informationen und Kontakt zum Projekt Stolpersteine in Bonn erhalten Sie unter: stolpersteine-bonn[at]gmx.de

Ausstellung: Die Klabers – Geschichte einer jüdischen Familie aus dem Rheinland

Das Stadtarchiv Rheinbach präsentiert vom 16. April bis 30. April 2015 im Foyer des Rheinbacher Rathauses die Sonderausstellung:


Die Klabers – Geschichte einer jüdischen Familie aus dem Rheinland


Die Ausstellung ist ein Projekt der Gedenkstätte Bonn und wurde mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW erstellt.


In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ließen sich die ersten Klabers in Zülpich nieder. Zwei Generationen später war die Familie von Moses Klaber eine große jüdische Familie, deren Mitglieder in verschiedenen Leitberufen des Landjudentums in der Eifel etabliert waren.

Im Kaiserreich waren sie nunmehr rechtlich gleichgestellte Bürger. Als überzeugte Deutsche dienten sie als Soldaten im Ersten Weltkrieg.

Einige erlangten bescheidenen Wohlstand, bevor sie unter der NS-Herrschaft ihrer bürgerlichen Rechte beraubt, ausgegrenzt und verfolgt wurden.

Die meisten Mitglieder der Familie Klaber wurden deportiert und ermordet, nur wenige überlebten.

Margot Epstein, geboren und aufgewachsen in Bonn, hatte bei ihrer Flucht 1939 nach Großbritannien und weiter in die USA Fotos und Dokumente der Familie retten können.

Diese bewahrte sie zeitlebens in einem Koffer auf, den sie nie wieder öffnete – die Erinnerungen an ihre Kindheit mit ihrer Familie in Bonn und in der Eifel waren zu schmerzhaft.

Der Nachlass wurde der Gedenkstätte Bonn übergeben. Die Ausstellung erzählt anhand dieser Fotos und persönlicher Dokumente die Geschichte der Familie Klaber.


Aus Rheinbach werden Dokumente von Clementine und Hermann Klaber gezeigt. Hermann Klaber heiratete 1929 nach Rheinbach und betrieb hier ein Rauch- und Schreibwarengeschäft. Das Ehepaar wurde 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódz) deportiert und im Mai 1942 im Vernichtungslager
Kulmhof (Chełmno) ermordet.


Die Ausstellung wird gezeigt im Foyer des Rathauses der Stadt Rheinbach
Schweigelstraße 23


Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch 8.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag 8.00 –12.00 Uhr und 14.00 – 18.00 Uhr
Freitag 8.00 – 12.00 Uhr


Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der Dauerausstellung
Mittwoch 09.30 bis 14.00 Uhr
Donnerstag bis Samstag 13.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag 11.30 bis 17.00 Uhr
... und nach Vereinbarung

Außerdem öffnen Ihnen die Mitarbeiter/innen der Gedenkstätte gerne die Ausstellung während der Bürozeiten der Geschäftsstelle: Montag bis Donnerstag 9.00-15.00 Uhr.

Individuelle Führungen und Projektarbeiten können auch außerhalb der Öffnungszeiten der Ausstellung arrangiert werden. Bitte vereinbaren Sie den Termin zwei bis drei Wochen zuvor, da sich in der Ausstellung immer nur eine Gruppe aufhalten kann. Der Eintritt ist frei - bei Führungen und Projektarbeit ist eine Spende zur Unterstützung der Arbeit sehr willkommen. Eine Spendenquittung kann entsprechend ausgestellt werden.

Anmeldungen für Führungen, Projektarbeit und das Ferienprogramm sowie weitere Auskunft erhalten Sie unter der Telefonnummer 0228 - 69 52 40 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an: gedenkstaette-bonn[at]netcologne.de

So finden Sie uns:
Die Gedenkstätte befindet sich in der Bonner Innenstadt, gegenüber der Universität in der Nähe des Hofgartens. Sie finden uns im Gebäude des Stadtmuseums im 1. Stock.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit den U-Bahnlinien 16, 63 oder 66 bis zur Haltestelle „Universität/Markt“; mit dem Bus bis zur Haltestelle „Altes Rathaus/Markt.



Faltblatt der Gedenkstätte Bonn

Unser aktuelles Faltblatt mit Informationen zu unserer Dauerausstellung finden Sie hier.

Rundbrief der Gedenkstätte

Hier können Sie den aktuellen Rundbrief der Gedenkstätte Bonn herunterladen:


Spenden

Ihre Spende hilft uns und ist willkommen!

Spenden für die Arbeit der Gedenkstätte Bonn sind steuerlich absetzbar.



Gedenkstätte Bonn

(Kontonummer 30460;
 BLZ 370 501 98)

IBAN: DE93 3705 0198 0000 0304 60
BIC: COLSDE33

Sparkasse KölnBonn


Verwendungszweck: Spende


Gedenken an die Bonner Opfer des Nationalsozialimus

Die Gedenkstätte dokumentiert Verfolgung, Leid und Ermordung der Bonner Opfer des Nationalsozialismus. Sie zeigt die Willkür des NS-Regimes und ihre Auswirkungen auf den Alltag, aber auch Versuche von Widerstand in unserer Stadt.

Unter der nationalsozialistischen Herrschaft wurden Juden, so genannte Gemeinschaftsfremde, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung, Sinti und Roma, sowie Zeugen Jehovas ausgegrenzt, verfolgt und ermordet. Weitere Opfer waren Christen, Gewerkschafter, Kommunisten, Liberale, Sozialdemokraten und andere kritisch eingestellte Bonner, die sich nicht dem NS-System unterordnen wollten. Gedacht wird ebenso der Tausenden nach Bonn verschleppten Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen.

Die Gedenkstätte ist ein Ort des Erinnerns, der Dokumentation und der Begegnung, um sich mit dem Nationalsozialismus als auch der Wahrung von Menschenrechten und Demokratie auseinanderzusetzen. Zum Angebot gehören Führungen durch die Dauerausstellung, Projektarbeit und Workshops mit Schulklassen, Vorträge, Lesungen und Sonderausstellungen sowie Gespräche mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. In der Geschäftsstelle der Gedenkstätte stehen eine Präsenzbibliothek, eine Videothek und ein Archiv für Besucher zur Verfügung.