Inhalt

Besucherinformationen Gedenkstätte Bonn


Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus
An der Synagoge e.V.
Franziskanerstraße 9
53113 Bonn
Telefon: (0049)-(0)228-695240
Telefax: (0049)-(0)228-695217
E-Mail: gedenkstaette-bonn@netcologne.de
Informationen und Kontakt zum Projekt Stolpersteine in Bonn erhalten Sie unter: stolpersteine-bonn@gmx.de

Gedenkstunde zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Veranstaltung der Stadt Bonn in Zusammenarbeit mit der Initiative zum Gedenken an die Bonner Opfer des Nationalsozialismus

DER OBERBÜRGERMEISTER DER STADT BONN

Jürgen Nimptsch

lädt herzlich ein

in Zusammenarbeit mit der

Bonner Initiative zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

zu einer Gedenkstunde

zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

am Dienstag, dem 27. Januar 2015, um 18 Uhr

in die Kammerspiele Bad Godesberg, Am Michaelshof 9.

Seit 1995 ist der 27. Januar - der Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz - in Deutschland Gedenktag an alle Opfer des Nationalsozialismus. In diesem Jahr stellen Schülerinnen und Schüler des Kardinal-Frings-Gymnasiums Lebenswege der Familie Klaber aus Bonn vor. Die Schüler haben sich dazu in der Gedenkstätte ausführlich mit der Sonderausstellung „Die Klabers – Geschichte einer jüdischen Familie im Rheinland“ beschäftigt, die anlässlich des 30jährigen Bestehens des Trägervereins in der Gedenkstätte erstellt wurde. Zur Gedenkstunde werden auch Mitglieder der Familie Klaber erwartet.

Das Theater Bonn wird mit szenischen Lesungen von Birte Schrein und Andrej Kaminsky und weitere Mitgliedern des Theaterensembles die Gedenkstunde mitgestalten.

Der Bonner Initiative zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gehören an: die Gedenkstätte Bonn e.V., das Bildungswerk für Friedensarbeit, die Deutsch-Israelische Gesellschaft - AG Bonn, das Evangelische Forum, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, das Katholische Bildungswerk, die Synagogengemeinde Bonn, die Beueler Initiative gegen Fremdenhass und der Friedenskreis Marienforst sowie die Volkshochschule, das Stadtarchiv und das Theater der Bundesstadt Bonn.


Ausstellung: Die Klabers – Geschichte einer jüdischen Familie aus dem Rheinland

Die Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus – An der Synagoge e.V. präsentiert noch bis zum 11. Februar 2015 die Ausstellung:

Die Klabers – Geschichte einer jüdischen Familie aus dem Rheinland


Die Ausstellung ist ein Projekt der Gedenkstätte Bonn und wurde mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW erstellt.


In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ließen sich die ersten Klabers in Zülpich nieder. Zwei Generationen später war die Familie von Moses Klaber eine große jüdische Familie, deren Mitglieder in verschiedenen Leitberufen des Landjudentums in der Eifel etabliert waren.

Im Kaiserreich waren sie nunmehr rechtlich gleichgestellte Bürger. Als überzeugte Deutsche dienten sie als Soldaten im Ersten Weltkrieg.

Einige erlangten bescheidenen Wohlstand, bevor sie unter der NS-Herrschaft ihrer bürgerlichen Rechte beraubt, ausgegrenzt und verfolgt wurden.

Die meisten Mitglieder der Familie Klaber wurden deportiert und ermordet, nur wenige überlebten.

Margot Epstein, geboren und aufgewachsen in Bonn, hatte bei ihrer Flucht 1939 nach Großbritannien und weiter in die USA Fotos und Dokumente der Familie retten können.

Diese bewahrte sie zeitlebens in einem Koffer auf, den sie nie wieder öffnete – die Erinnerungen an ihre Kindheit mit ihrer Familie in Bonn und in der Eifel waren zu schmerzhaft.

Der Nachlass wurde der Gedenkstätte Bonn übergeben. Die Ausstellung erzählt anhand dieser Fotos und persönlicher Dokumente die Geschichte der Familie Klaber.


Die Ausstellung wird gezeigt in der Geschäftsstelle der Gedenkstätte Bonn im

Erdgeschoss, Franziskanerstraße 9, 53113 Bonn.

Tel. 0228 – 69 52 40; E-Mail: gedenkstaette-bonn@netcologne.de


Öffnungszeiten

Montag-Donnerstag: 9-15 Uhr

Sowie nach Vereinbarung



Schließzeit der Dauerausstellung "...und plötzlich gehörte man nicht mehr dazu."

Die Dauerausstellung der Gedenkstätte Bonn ist in der Zeit vom 11. Februar 2015 bis einschließlich 22. Februar 2015 geschlossen.

Ab dem 25. Februar 2015 ist die Ausstellung wieder zu den regulären Öffnungszeiten zugänglich.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der Dauerausstellung
Mittwoch 09.30 bis 14.00 Uhr
Donnerstag bis Samstag 13.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag 11.30 bis 17.00 Uhr

und nach Vereinbarung

Anmeldungen für Führungen, Projektarbeit und das Ferienprogramm sowie weitere Auskunft erhalten Sie unter der Telefonnummer 0228 - 69 52 40 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an gedenkstaette-bonn@netcologne.de



Faltblatt der Gedenkstätte Bonn

Unser aktuelles Faltblatt mit Informationen zu unserer Dauerausstellung finden Sie hier.

Rundbrief der Gedenkstätte

Hier können Sie den aktuellen Rundbrief der Gedenkstätte Bonn herunterladen:


Spenden

Ihre Spende hilft uns und ist willkommen!

Spenden für die Arbeit der Gedenkstätte Bonn sind steuerlich absetzbar.



Gedenkstätte Bonn

(Kontonummer 30460;
 BLZ 370 501 98)

IBAN: DE93 3705 0198 0000 0304 60
BIC: COLSDE33

Sparkasse KölnBonn


Verwendungszweck: Spende


Gedenken an die Bonner Opfer des Nationalsozialimus

Die Gedenkstätte dokumentiert Verfolgung, Leid und Ermordung der Bonner Opfer des Nationalsozialismus. Sie zeigt die Willkür des NS-Regimes und ihre Auswirkungen auf den Alltag, aber auch Versuche von Widerstand in unserer Stadt.

Unter der nationalsozialistischen Herrschaft wurden Juden, so genannte Gemeinschaftsfremde, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung, Sinti und Roma, sowie Zeugen Jehovas ausgegrenzt, verfolgt und ermordet. Weitere Opfer waren Christen, Gewerkschafter, Kommunisten, Liberale, Sozialdemokraten und andere kritisch eingestellte Bonner, die sich nicht dem NS-System unterordnen wollten. Gedacht wird ebenso der Tausenden nach Bonn verschleppten Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen.

Die Gedenkstätte ist ein Ort des Erinnerns, der Dokumentation und der Begegnung, um sich mit dem Nationalsozialismus als auch der Wahrung von Menschenrechten und Demokratie auseinanderzusetzen. Zum Angebot gehören Führungen durch die Dauerausstellung, Projektarbeit und Workshops mit Schulklassen, Vorträge, Lesungen und Sonderausstellungen sowie Gespräche mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. In der Geschäftsstelle der Gedenkstätte stehen eine Präsenzbibliothek, eine Videothek und ein Archiv für Besucher zur Verfügung.