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Beiratstätigkeiten im Arbeitskreis-Vorstand Die Vorstandsmitglieder des Arbeitskreises verfügen über hohes fachliches Wissen und sind durch ihr jahrelanges Engagement bestens vernetzt. Nicht zuletzt wegen seiner Tätigkeiten innerhalb der nordrhein-westfälischen Gedenkstättenlandschaft wurde Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Vorsitzender des Arbeitskreises, jetzt in einen weiteren Beirat berufen: Das Karl-Marx-Haus in Trier eröffnet 2018 eine neue Dauerausstellung und lässt sich durch den Geschichtsdidaktiker beraten. Auch die anderen Vorstandsmitglieder unterstützen in Gremien ehrenamtlich Vereine, Initiativen und Forschungseinrichtungen.

Verfasst am 09. Februar 2017

Im nächsten Jahr steht der 200. Geburtstag von Karl Marx (1818-1883) an. Die ersten 17 Jahre seines Lebens verbrachte er in Trier. Dort widmet sich das international bekannte Karl-Marx-Haus als einziges Museum in Deutschland seinem Leben, Werk und dessen Wirkung. 40.000 Personen besuchen es jährlich. Anlässlich des Jubiläums möchte das Haus im August 2018 seine Dauerausstellung neueröffnen. Ein wissenschaftlicher Beirat soll bei der Gestaltung helfen. Der Chef der Friedrich-Ebert-Stiftung, der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), hat die neun Beirats-Mitglieder am Samstag in Trier vorgestellt: Neben dem Historiker Peter Brandt, Sohn von Altkanzler Willy Brandt, ist auch der Vorsitzende des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten, Prof. Dr. Alfons Kenkmann, vertreten. „Wir wollen versuchen, ein objektives Bild von Marx zu zeichnen und nichts glattzubügeln“, sagte Brandt am Rande der Konstituierung des Beirats. Es solle in der neuen Schau nicht nur um die Person Marx gehen, sondern vor allem um die Wirkungsgeschichte seines Werkes. Marx gilt als einer der geistigen Väter der deutschen Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften wie der Sozialdemokratie; mit Hilfe seiner Theorien argumentierten und argumentieren sowohl Sozialisten als auch Kommunisten. Auch im Rheinischen Landesmuseum und im Stadtmuseum Trier werden entsprechende Sonderschauen zum Geburtstag des Denkers aus dem 19. Jahrhundert gezeigt.

Neben dieser Berufung ist Prof. Dr. Kenkmann Mitglied der Deutsch-Israelischen und der Deutsch-Tschechischen Schulbuchkommission. Außerdem berät er wissenschaftlich unter anderem das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, die Dokumentationsstätte Obersalzberg oder die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und ist stellvertretender Beiratsvorsitzender des Archivs der deutschen Jugendbewegung.

Breites Engagement des gesamten Arbeitskreis-Vorstands in verschiedenen Gremien

Neben dem Vorsitzenden sind auch die anderen Vorstandsmitglieder des Arbeitskreises beratend und unterstützend für unterschiedliche Museen, Forschungseinrichtungen oder Vereine tätig – und das ehrenamtlich: So wie Prof. Dr. Alfons Kenkmann ist auch Dr. Werner Jung, Leiter des NS-Dokumentationszentrums in Köln und stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises, im Bundesvorstand des Vereins „Gegen Vergessen, für Demokratie“ aktiv. Außerdem ist er Mitglied in verschiedenen regionalen und kommunalen Fachbeiräten beispielsweise zur Aufarbeitung der Geschichte von Zwangsarbeit in der rheinischen Großstadt oder als Sachverständiger für die Initiative zur Neugestaltung des Güterbahnhofs Mühlheim. Auch die Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, Dr. Ulrike Schrader, berät verschiedene lokale Initiativen wie den Verein „Stolpersteine e.V.“.

Kirsten John-Stucke, Leiterin der Gedenkstätte Wewelsburg, ist unter anderem Mitglied im internationalen Beirat der Stiftung Topographie des Terrors und im wissenschaftlichen Projektbeirat der Gedenkstätte Vogelsang, die nun auch in den Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte aufgenommen werden konnte. Daniel Gollmann, im Arbeitskreis als Assistent der Geschäftsführung beschäftigt, ist Mitglied im Beirat des Landesverbands Museumspädagogik Nordrhein-Westfalen.

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