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Norbert Schäfers aus dem Kreuzviertel würdigt posthum die Arbeit von Dr. Gisela Schwarze und von Gegen Vergessen Für Demokratie in Münster. Einschlägig zum Geschichtsort Villa ten Hompel und zu Gegen Vergessen Für Demokratie e.V. geforscht hat Norbert Schäfers aus dem Kreuzviertel in Münster im Rahmen seines „Studiums im Alter“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

Verfasst am 10. August 2022

Der auch im Ruhestand aktive Sprecher eines Energieversorgungs-Unternehmens hatte über mehrere Semester Projektberichte, interne Unterlagen und Dokumente der parteiübergreifenden Vereinigung in Augenschein genommen und sich vor allem für die Entwicklung der Regionalarbeitsgruppe im Münsterland interessiert. Deren langjähriger Regionalsprecher Horst Wiechers und sein Nachfolger Stefan Querl, der stellvertretender Leiter der Villa ten Hompel ist, halfen ihm nach Kräften dabei. Sie würdigten insbesondere mit Norbert Schäfers die im Jahre 2015 verstorbene Gründerin der RAG, Dr. Gisela Schwarze, deren Nachlass sich inzwischen im Stadtarchiv Münster befindet. 

Dr. Gisela Schwarze hatte als Historikerin und Buchautorin früh auf das Schicksal früherer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter  aus Mittel- und Osteuropa hingewiesen. Sie brach damit Tabus in der regionalen Erinnerungskultur auf, indem sie beispielsweise die früheren Einsatz- und Leidensorte im Münsterland kenntlich machte, Briefkontakt aufnahm und Biographien erforschte und Betriebe oder Behörden auf ihre Verantwortung hinwies. Im Lokal A2 am Aasee stellte Norbert Schäfers seine Studie vor auf Einladung der Kontaktstelle „StudiA: Studium im Alter“ an der WWU und der Regionalarbeitsgruppe von Gegen Vergessen Für Demokratie und weiterer Partner wie Münster Marketing. 

Neben ihm links im Bild: Bernhard Rietmann, dessen Forschungen sich auf das Amtsgymnasium in Ibbenbüren, das heutige Goethe-Gymnasium, bezogen. Online publiziert sind die Werke über Systeme der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (Miami). 

Das Gruppen- und Archivbild zeigt Regionalsprecher Horst Wiechers (l.) bei einem Arbeitsbesuch der Bielefelder Regionalarbeitsgruppe 2011 mit Dr. Gisela Schwarze (3.v.r.) und Stefan Querl (neben ihr, 2.v.r.), als gemeinsam die Skulptur „Unter Zwang“ zur Erinnerung an Leidenswege von Mittel- und Osteuropäerinnen in Augenschein genommen worden war. Fotos: Stefan Querl (Vortragende im A2 am Aasee) und Doku Villa ten Hompel (Bielefeld).

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