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16. Juni 2010: Zeitzeugin aus Amerika zu Besuch in der Begegnungsstätte Hanna Renning, die Enkelin des Rabbiners Joseph Norden, sprach über ihre Auswanderung und ihr Leben nach dem Krieg.
Im Juni war Hanna Renning mit ihrem Mann und für einige Tage in Wuppertal zu Gast. Sie ist die Enkelin von Joseph Norden, der von 1907 bis 1935 Rabbiner an der Elberfelder Synagoge war und am 7. Februar 1943 in Theresienstadt ums Leben kam. Hannas Mutter Bertha, 1898 geboren, hatte noch vier jüngere Geschwister: Hans, Elfriede, Albert und Hanna – die übrigens noch in den USA lebt. Bertha heiratete 1926 ihren nichtjüdischen Jugendfreund Werner Bohnstedt, der als Redakteur der "Sozialen Praxis" in Berlin arbeitete. 1936 emigrierte die Familie mit ihren Kindern Wolfgang Hans, Marianne und der erst am 19. Januar 1936 geborenen Hanna nach Panama. Von dort aus zogen sie 1940 nach Amerika. Hanna Renning lebt heute in Kalifornien, zusammen mit ihrem Mann Dieter. In Wuppertal besuchte sie die Gräber ihrer Großmutter und ihre Onkels Hans auf dem jüdischen Friedhof, legte Blumen am Gedenkstein für ihren ermordeten Großvater nieder und sprach in der Begegnungsstätte über ihr Leben.



