Inhalt

Ausstellung und Sammlung Die Gedenkstätte im Überblick

Dokumentation jüdischen Lebens

Gedenkstätte, rechts hinten das Veranstaltungsgebäude (2021; ARSK/Arndt)

Die Dauerausstellung, die derzeit neu konzipiert wird, umfasst die neun Räume des ehemaligen Wohnhauses und die ehemalige Werkstatt der Familie Seligmann. Ein Vortragsraum bietet Platz für Veranstaltungen und die Arbeit mit Schulklassen und anderen Gruppen.


Die Themen

Schabbatraum mit festlich gedecktem Tisch (Ausstellung von 1994)

Schabbatraum (Ausstellung von 1994)

Folgende Themen werden u.a. aufgegriffen:

  • Schabbat Schalom
  • Die Familie - wer wir sind, wohin wir gingen
  • Alles war gut? (Leben bis 1933)
  • Hier lebten wir (Spuren jüdischen Lebens im Siegkreis)
  • Alles änderte sich (Ausgrenzung und Verfolgung) 
  • Alles kam noch viel schlimmer (Krieg, Deportation, Schoah)
  • Was uns bewegt - damals und heute

Die Stifterfamilie Seligmann

Der Metzgermeister Moses Seligmann, um 1920 (Foto: Archiv des Rhein-Sieg-Kreises)

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts lebten Mitglieder der Familie Seligmann in Rosbach. Moses Seligmann war 1888 maßgeblichen an der Gründung der Rosbacher Synagogengemeinde beteiligt.
1919 kaufte er für seinen Sohn Max und dessen Ehefrau Maria das Haus in der Bergstraße. Max hatte als Soldat im Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) gekämpft und verdiente nun den Lebensunterhalt für sich und seine Familie als Altwarenhändler.
1938 entstand das letzte gemeinsame Foto von Max und Maria Seligmann mit ihrer Tochter und den vier Söhnen. Der älteste Sohn Alfred flüchtete im gleichen Jahr mit seiner Frau Hilde nach Argentinien. Seine Geschwister und ihre Ehepartnern und Kinder wurden Opfer des nationalsozialistischen Terrors.
Die Eltern Max und Maria überlebten den Holocaust und bezogen bald nach Kriegsende wieder ihr Haus in Rosbach. Ihr einziger überlebender Sohn Alfred und seine Familie kehrten 1957 aus Argentinien zurück und halfen den Eltern beim Altwarenhandel. Die im Exil geborenen Enkel José und Ricardo besuchten die Rosbacher Volksschule, die Enkelin Mariana blieb in Argentinien, wo sie noch heute lebt.
Die Stifterin Hilde Seligmann stellte zahlreiche Dokumente, Fotos und Gegenstände aus Familienbesitz zur Verfügung, die die Grundlage für die Ausstllung bilden.