Inhalt

Gedenkstunde anlässlich des 83. Jahrestages der Novemberpogrome 1938

Datum: 09.11.2021 17.00-18.00 Uhr
Ort: Evangelische Salvatorkirche, Kirchplatz 8, 51570 Windeck-Rosbach
Preis: Eintritt frei

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland – so auch im Gebiet des heutigen Rhein-Sieg-Kreises – Synagogen durch Angehörige von SS und SA zerstört und in Brand gesteckt, die Wohnungen und Geschäfte jüdischer Bürger mit öffentlicher Billigung geplündert und viele jüdische Bürger misshandelt oder willkürlich verhaftet. Die Bilanz des Pogroms war erschreckend: Über tausend Synagogen wurden durch Feuer und Vandalismus ver-nichtet, mindestens 8.000 jüdische Geschäfte zerstört sowie zahllose Wohnungen verwüstet. Ungefähr 100 jüdische Bürger waren erschlagen, niedergestochen oder zu Tode geprügelt wor-den. Diese Ausschreitungen gegen Juden waren bis dahin der Höhepunkt eines staatlichen, nicht nur tolerierten, sondern aktiv unterstützten Antisemitismus, der mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 seinen Anfang genommen hatte. Die Ereignisse bedeuteten eine Katastrophe für die bürgerliche Existenz und das Bewusstsein vieler jüdischer Bürger. Zur Erinnerung und Mahnung an diese Geschehnisse findet diese Gedenkstunde statt.

Zentraler Beitrag der Gedenkstunde wird das Projekt der Gesamtschule Hennef Meiersheide „Work in Progress“ sein. Es zeichnet die Geschichte von Tamar Dreifuss nach, einer Überlebenden der Schoah und engagierten Zeitzeugin, die schon mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Giesberts-Lewin-Preis ausgezeichnet worden ist. Den genauen Ablauf der Veranstaltung entnehmen Sie bitte der Presse.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die 3G-Regel.

Archiv