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Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ stellt ihr Halbjahresprogramm 2013 vor Auch in diesem Jahr bietet die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ wieder ein vielfältiges und informatives Veranstaltungsprogramm an, das Landrat Frithjof Kühn, der Vorsitzende des Fördervereins, Kreistagsabgeordneter Michael Solf, und Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt am Montag (21.01.2013) der Öffentlichkeit vorstellten.

Verfasst am 12. März 2013

Das Programm wartet im ersten Halbjahr 2013 mit einigen interessanten Vorträgen auf, die besonderer Beachtung bedürfen. So wird am 17. März 2013 Dr. Alois Döring, der bis Ende 2012 wissenschaftlicher Referent für Volkskunde am LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte war, in der Gedenkstätte zum Thema „Brunnenvergiftung, Hostienfrevel und Ritualmordlegenden: Vorwürfe gegen die Juden und ihre Folgen“ vortragen. Spätestens seit dem 12. Jh. tauchen in Mitteleuropa neue Beschuldigungen – nämlich angebliche Ritualmorde und geschändete Hostien - gegen die jüdische Bevölkerung auf, die wiederum den Vorwand für blutige Pogrome lieferten. Am 21. April 2013 greifen die beiden Historikerinnen Dr. Ursula Reuter und Dr. Cordula Lissner die Geschichte der Kindertransporte aus dem Rheinland und Westfalen in den Jahren 1938/1939 auf. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die Lebensgeschichten der Kinder aus der Region, die nach Großbritannien fliehen konnten, und die Frauen und Männer, die ihnen die Flucht ermöglicht haben. Vom 30. Mai bis 2. Juni wird Frau Dr. Arndt in einer Mehrtagesexkursion „Zeugnisse jüdischen Lebens in Thüringen“ zeigen.

Darüber hinaus sind natürlich auch wieder die klassischen – seit Jahren etablierten – Programmpunkte aufgenommen: Führungen über den jüdischen Friedhof in Siegburg sowie Führungen durch die Kölner Synagoge mit anschließendem koscheren Essen.

„Wir wollen das Bewusstsein für das jüdische Leben und die jüdische Kultur, aber auch die Erinnerung an die Opfer des Holocaust im Bewusstsein der Menschen verankern – durch Namen und persönliche Schicksale wird das Grauen besser fassbar, als durch ‚nackte’ Zahlen“, erläuterte Michael Solf, der Vorsitzende des Fördervereins der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“.

Auf die einzelnen Veranstaltungen wird das Kreisarchiv jeweils gesondert – rechtzeitig zum Termin – aufmerksam machen, da die Teilnehmerzahlen teilweise begrenzt sind und eine Anmeldung erforderlich ist.

Das aktuelle Programm ist bei der Geschäftsstelle der Gedenkstätte im Kreisarchiv, - Der Landrat -, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Telefon 02241/13-2928, Telefax 02241/13-3271 oder E-Mail: gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de kostenlos erhältlich. Ebenso ist es auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises über www.rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette als pdf-Dokument herunter zu laden.

(Quelle: http://www.presse-service.de/data.cfm/static/844585.html)

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