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Besucherinformationen Dokumentationsstätte Stalag 326

Öffnungszeiten / Führungen
Dienstag 10 bis 13 Uhr
Mittwoch 10 bis 16 Uhr
Donnerstag 10 bis 12 Uhr

und nach Vereinbarung.

Der Eintritt ist frei.

So finden Sie uns

Die Dokumentationsstätte befindet sich auf dem Gelände der Landespolizeischule Stukenbrock und ist mit den Buslinien 72 und 346 (Strecke Bielefeld - Paderborn) direkt zu erreichen. Von der Autobahnabfahrt Stukenbrock-Senne der A 33 (Bielefeld - Paderborn) beträgt die Entfernung bis zur Dokumentationsstätte rund 1 km.

"Blumen für Stukenbrock"

Das ehemalige Kriegsgefangenenlager diente nach dem Krieg zunächst als Internierungslager für führende Nationalsozialisten und ab 1948 als Flüchtlingslager. Daraus entwickelte sich in den folgenden Jahren das „Sozialwerk Stukenbrock“ mit Schule, Krankenhaus und Kindergarten. Seit 1970 befindet sich auf dem ursprünglichen Lagergelände die Landespolizeischule Stukenbrock.

Im Jahr 1967 bildete sich der „Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock“ zur Aufarbeitung der Geschichte des Kriegsgefangenenlagers. Der Arbeitskreis bemühte sich vor allem um eine deutsch-sowjetische Völkerverständigung, was in der Epoche des Kalten Krieges einem Tabubruch gleichkam.

Um den Wunsch nach einer Dokumentationsstätte zu unterstreichen, gründete sich 1993 der „Förderverein Dokumentationsstätte Stalag 326“. Das vorrangige Ziel bestand darin, in dem noch erhaltenen Arrestgebäude des Lagers eine Dokumentationsstätte einzurichten. Am 21. Juni 1996 konnte sie dank der finanziellen Unterstützung des Landes NRW, der Kommune Schloß Holte-Stukenbrock und der NRW-Stiftung eröffnet werden.

Hier erinnert heute eine Ausstellung an die Verhältnisse im Stalag 326. Sie zeigt zunächst kurz die Hintergründe des Weltanschauungskrieges gegen die Sowjetunion auf, um dann ausführlich auf die Lebensbedingungen im Lager einzugehen. Da sich die Dokumentationsstätte der Friedenssicherung und der Völkerverständigung besonders verpflichtet fühlt, stellt die pädagogische Arbeit den wichtigsten Schwerpunkt ihrer Aktivitäten dar. Angeboten werden unter anderem Besichtigungen, Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit und Hilfe bei der Suche nach ehemaligen Kriegsgefangenen.