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Vortrag von Thomas Köhler bei globaler Genozid-Tagung in Jerusalem Geschichtsort-Mitarbeiter Thomas Köhler präsentiert Forschungsergebnisse an der Hebrew-University

Verfasst am 13. Juli 2016

Genozidforscher aus der ganzen Welt trafen sich in Israel an der Hebrew University of Jerusalem bei der InoGS-Conference, um sich über neueste Forschungsergebnisse und Projekte zur Geschichte des Holocaust und weiterer Völkermorde im 20. Jahrhundert auszutauschen.

Thomas Köhler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geschichtsort Villa ten Hompel, referierte zusammen mit KollegInnen aus den USA, Israel und Österreich in der Sektion „Murderous Motivations during the Holocaust“. Der Münsteraner Historiker stellte unter dem Titel „An SS in green“ die zentrale Rolle der Ordnungspolizei bei der Umsetzung des Völkermords an den europäischen Juden und die ideologische Radikalisierung der beteiligten uniformierten Polizisten vor. Die zahlreichen Zuhörer und Diskutanten informierten sich so auch über die Rolle der Villa ten Hompel als Machtzentrum der Polizei während der nationalsozialistischen Herrschaft.

Eröffnet wurde die international in den Medien beachtete Konferenz durch Adama Dieng, den persönlichen Bevollmächtigten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Genozidprävention. Im Rahmen der Konferenz wurde zudem in einer akademischen Feier anlässlich seines 90. Geburtstags die Lebensleistung von Prof. Dr. Yehuda Bauer gewürdigt. Bauer prägt seit Jahrzehnten die Arbeit der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und war deren wissenschaftlicher Leiter.

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