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Staatsschutz ermittelt

Verfasst am 18. April 2005

Der Staatsschutz der Polizei in Münster ermittelt wegen eines Vorfalls am Geschichtsort Villa ten Hompel, wie die Medien im Münsterland aktuell berichten: Von Unbekannten sei in der Nacht von Freitag, 15. April, auf Samstag, 16. April, ein Anschlag verübt worden. Der oder die Randalierer zerstörten mutwillig zwei Info- und Aushängekästen und zertrümmerten gezielt deren Glasscheiben, hinter denen auf Hausgeschichte, Veranstaltungsprogramme und auf Arbeitsschwerpunkte der städtischen Forschungs- und Erinnerungsstätte hingewiesen wird.

Entwendet wurde nichts, das historische Gebäude, das alarmgesichert ist, blieb verschont. Ein politischer Hintergrund sei nach jetzigem Ermittlungsstand leider nicht auszuschließen, äußerten Prof. Dr. Alfons Kenkmann und Christoph Spieker, die als Leitungsteam am Geschichtsort ebenso entsetzt wie empört auf den Übergriff reagierten. Ausdrücklich warnte Alfons Kenkmann jedoch während seines Vortrages zum Auftakt der Erinnerungsreihe "60 Jahre nach Kriegsende" am Sonntag, 17. April, im historischen Stadtweinhaus öffentlich davor, das Ereignis zu dramatisieren.

Jegliche Form von Extremismus und politischer Engstirnigkeit widerspreche dem offenen Informations- und Diskussionsangebot, das am Geschichtsort Villa ten Hompel Tag für Tag in der Ausstellung, bei Vorträgen sowie in anderen Foren, Formen, Forschungsprojekten sowie bei Schul- und Seminarveranstaltungen gemacht werde. "Steine sind keine Argumente", verwahrte sich das gesamte Team entschieden gegen Gewalt, Zerstörungswut und gegen Radikalität aller Richtungen

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