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Seminar im Netz greift reale Begegnungen mit KZ-Gedenkorten auf: Einladung zur Onlinedebatte am Dienstag, 18. März, nachmittags.

Verfasst am 17. Februar 2014

Hohe kollegiale Anerkennung erfährt die Villa ten Hompel in Auschwitz, dem polnischen Oświęcim. Mitte Februar wird Stefan Querl aus dem Team des Geschichtsortes der Stadt Münster auf dem Hauptpodium bei einer internationalen Lehrerkonferenz mit der Leitung der KZ-Gedenkstätte über Zukunftsperspektiven und Vermittlungskonzepte diskutieren. Eine sensible Besonderheit angesichts der NS-Täter-Geschichte der Villa ten Hompel, die bei Überlebenden der Konzentrationslager und Ghettos teils durchaus auf Skepsis stößt. Bei Begegnungen mit den Zeitzeugen soll daher behutsam versucht werden, auch heikle historische Fragen des Ost-West-Verhältnisses, der Besatzungsgeschichte und der europäischen Erinnerungskultur zu erörtern, u.a. mit Gästen aus Belarus/Weißrussland und aus der Ukraine, sofern sie anreisen dürfen.

Veranstalter der innovativen Fortbildung ist das Maximilian-Kolbe-Werk, das als katholische Hilfsorganisation Überlebende aus KZ und Ghettos in Mittel- und Osteuropa unterstützt. Im vergangenen Herbst hatte das Werk sein 40-jähriges Bestehen mit Gedenkstunden in Oświęcim und in Freiburg im Breisgau mit den Zeitzeugen begangen.

Ein für Interessierte offenes Web-Seminar schließt sich an die reale Begegnung mit dem Gedenkort am Dienstag, 18. März, ab 17 Uhr an, also online und öffentlich. Es wird u.a. um den alten Eisenbahntunnel und früheren Lengericher Leidensort für Häftlinge aus dem KZ Neuengamme gehen, der unter dem Tarnnamen „Rebhuhn“ firmierte während der NS-Zeit. Dr. Sabine Kittel aus dem Historischen Seminar der Universität Münster stellt das Forschungs- und Gedenkprojekt in Kooperation mit der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) und der Villa ten Hompel vor. Auch sie steht gerne online Rede und Antwort. Einzelheiten und Anmeldungen:

http://lernen-aus-der-geschichte.de/Online-Lernen/Veranstaltung-Web-Seminar/11630

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