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Schulen in Auschwitz aktiv für Erinnerungskultur und neue Gedenkprojekte Geschichtsort Villa ten Hompel und Maximilian-Kolbe-Werk ermöglichten internationale Lehrerfortbildung

Verfasst am 25. Februar 2016

Auschwitz als historische Herausforderung für guten Unterricht heute: Dem schwierigen Spagat, Verfolgung und NS-Verbrechen sensibel zum Thema zu machen ohne zu moralisieren, stellen sich zurzeit in der KZ-Gedenkstätte im polnischen Oświęcim vier Lehrerinnen aus Münster. Schulformübergreifend planen sie mit Fachkollegen aus NRW, anderen Bundesländern sowie Belarus, Polen und der Ukraine Projekte. Sie interviewten eine hochbetagte Polin, die nach dem Warschauer Aufstand 1944 im Kinderblock in Birkenau inhaftiert gewesen war, und hinterfragten gedenkstättenpädagogische Vorhaben. Stefan Querl (auf dem Foto: Mitte) aus der Villa ten Hompel, dem Geschichtsort der Stadt Münster, gestaltet die Lehrerfortbildung als Veranstalter mit dem Maximilian-Kolbe-Werk, einer kirchlichen Hilfsorganisation für frühere KZ- und Ghetto-Häftlinge, und mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Wichtige Impulse in der internationalen Konferenz geben bis Freitag Andrea Heuser (l.) aus der Geistschule und Dr. Gundula Caspary (2.v. links) aus dem Kollegium des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums sowie Diane Friebe und Andrea Reiling (r.) aus der Erna-de-Vries-Realschule. Die Schule hatte erst kürzlich die prominente jüdische Auschwitz-Überlebende, nach der das Gebäude an der Spichernstraße seit November benannt ist, aus dem Emsland nach Münster eingeladen. Weitere Aktivitäten zur Ehrung der Schulnamenspatronin folgen. Mehr zur Erinnerungskultur und Fortbildung: www.maximilian-kolbe-werk.de

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