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Opfer der SED-Diktatur und der deutschen Teilung mahnen Dokumentationszentrum Berliner Mauer: Prof. Dr. Alfons Kenkmann in den Beirat berufen

Verfasst am 13. Mai 2006

Entlang der Häuserfassaden an der Bernauer Straße verlief die innerdeutsche Grenze, die Berliner Mauer durchschnitt dort direkt die Nachbarschaften und vertrauten Lebenszusammenhänge. Für Absperrungen im „Todesstreifen“ ließ die DDR-Regierung gar eine evangelische Kirche sprengen. Die Bilder von Menschen, die im August 1961 kurz nach Abriegelung der Sektorengrenzen noch versuchten, durch gefährliche Sprünge aus den Fenstern in den Westteil der Stadt zu gelangen, gingen als bittere Belege für das Unrecht der deutschen Teilung um die Welt.

Heute erinnern ein Dokumentationszentrum, Mauerreste mit verschiedenen Mahn- und Gedenkorten im Bereich der Bernauer Straße an die Fluchtversuche, an die Verfolgten unter der SED-Diktatur und Opfer des Kalten Krieges. Ein Konzept für das gesamte „Gedenkensemble“ der Hauptstadt ist in Vorbereitung und wird zurzeit von einem wissenschaftlichen Beirat intensiv beraten. Als Didaktiker und Kenner von verschiedenen Orten der Geschichtskultur in Deutschland wurde jetzt Prof. Dr. Alfons Kenkmann aus Münster neu in das verantwortliche Gremium berufen.

Alfons Kenkmann gründete den Geschichtsort Villa ten Hompel und folgte 2003 einem Ruf an die Universität Leipzig. Seit mehreren Jahren steht er dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen vor, engagiert sich dabei auch weiterhin im Team des Geschichtsortes am Kaiser-Wilhelm-Ring in Münster, der zum Kultur- und Schuldezernat in der Stadtverwaltung gehört.

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