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NS-Verfolgte und Überlebende des Holocaust in der Altenhilfe heute Thementag am Mittwoch, 24. Mai, in der Villa ten Hompel bringt Wissenschaft, Therapie und Pflegepraxis zusammen.

Verfasst am 08. Mai 2006

Speziell an Interessierte aus Heil- und Pflegeberufen, Seelsorge, Sozialer Arbeit und Gedenkstätten richtet sich ein Thementag „NS-Verfolgte in der Altenhilfe“, der am Mittwoch, 24. Mai 2006, von 14.30 bis 17.30 Uhr in der Villa ten Hompel der Stadt Münster, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, stattfindet. Fachlich informiert wird dort über die besonderen Bedürfnisse und Problemlagen, die sich bei der Betreuung und Pflege von hoch betagten Menschen ergeben, die in der NS-Zeit Verfolgung erlitten und dadurch tiefe Verletzungen an Körper und Seele davongetragen haben.

Wie solche Leidenserfahrungen, Langzeitfolgen von Lagerhaft oder Traumata in Zusammenhang mit Zwangsarbeit, Tod und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im hohen Alter aufgefangen oder gar aufgearbeitet werden können, soll im Dialog von Wissenschaft und Praxis näher erörtert werden. Ziel: eine umfassende Versorgung und Begleitung der Senioren „an Leib und Seele“ in Einrichtungen oder in der ambulanten Pflege professionell möglich machen, fachlichen Blick und das Zuhören schärfen. So referieren u.a. Prof. Dr. Andrea Zielke-Nadkarni, Pflegewissenschaftlerin an der Fachhochschule Münster, und Sonja Schlegel, Projektleiterin im Bundesverband „Information und Beratung für NS-Verfolgte“ e.V. in Köln. Beide Institutionen sind gemeinsam mit dem Sozialamt und der Villa ten Hompel innerhalb der Stadtverwaltung von Münster Veranstalter. Stadträtin Dr. Agnes Klein, Dezernentin für Soziales, und Christoph Spieker, kommissarischer Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel, führen in die Fachthematik und Hausgeschichte ein.

Die Teilnahme an dem Fortbildungsnachmittag ist kostenfrei und auch für Gruppen (etwa aus Pflegeschulen, Ergo- und Sprachtherapie-Praxen oder aus ambulanten Diensten) möglich. Eine Anmeldung ist jedoch unbedingt erforderlich (bis Montag, 15. Mai). Kontakt und weitere Informationen bei Angela Fischer unter Tel. 0221/179294-16 oder E-Mail: fischer@ns-beratung.de

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