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Klare Kante zeigen für mehr Zivilgesellschaft: Junge Aktive auf einem Podium zum Jubiläum Gegen Vergessen-Für Demokratie führte in Kiel eine Zukunftsdebatte mit Gedenkstätte

Verfasst am 14. Dezember 2018

Klare Kante zeigten jetzt vier junge Aktive von Gegen Vergessen-Für Demokratie: Zum 25-jährigen Bestehen der Vereinigung debattierten sie über das Profil von Partizipations-Angeboten und politischer Willensbildung über die Partei- und Weltanschauungsgrenzen hinweg. Zudem auch zu der Frage, wie sich die Erfahrungen von Verfolgung in den beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts an künftige Generationen weitergeben lassen. Ein Thema, das auch die Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen und in ganz Europa berührt.

Moderatorin Julia Wolrab leitete das Podium, das in der Bundesversammlung, das in der Bundesversammlung im schleswig-holsteinischen Landtag in Kiel eine intensive Auseinandersetzung zu Wegen und Zielen des Netzwerkes im Jubiläumsjahr nach sich gezogen hatte. Mit dabei aus der Villa ten Hompel in Münster: Samuel Engel als Mit- und Weiterentwickler des "Demokratiedschungels" sowie Annalena Baasch, die inzwischen von der Bundesgeschäftsstelle aus bei "Gegen Vergessen- Für Demokratie" in Berlin Akzente setzt, u.a. mit einer Ideensammlung zur Spurensuche und der Seite www.demokratiegeschichten.de Aus hessischer Sicht sprach der Studierende Janosch Warda, der in Rhein-Main und Südhessen die "Wa(h)l-tauch nicht ab!"-Kampagne maßgeblich vor Ort ausgestaltet hatte an der Seite der Regionalsprecher Klaus Müller und Andreas Dickerboom, sowie Johannes Karl aus dem Ruhrgebiet, der 2015 der Vereinigung beigetreten war und sich u.a. in Argumentationstrainings gegen Rechts nachhaltig engagiert.

Dass diese Podiumsdebatte sofort positive Kreise zog, zeigen Folgeprojekte, die sogleich an der Küste fürs Münsterland verabredet worden waren: So ein Interview mit Vorstandsmitglied Winfried Nachtwei vor Schülerinnen und Schülern zum laufenden "Stutthoff"-Prozess gegen einen mutmaßlichen Straftäter aus dem Kreis Borken vor dem Landgericht in Münster. Das Gespräch wird aktuell von Samuel Engel, Tabea Sethmann, die ebenfalls nach Kiel gefahren war, und von weiteren Teamerinnen und Teamern in der Regionalarbeitsgruppe unter Leitung von Ursula Brenken und Horst Wiechers vorbereitet. Ebenfalls vielversprechend werden zwei öffentliche Abendveranstaltungen der RAG Münsterland: So das Konzert von Tassilo Rinecker und Jonas Höltig am Donnerstag, 31. Januar, um 19 Uhr mit Vertonung der www.lieder-von-verfolgten.de sowie ein Vortragsforum zu Erich Kästner am Donnerstag, 14. März, 19 Uhr mit Prof. Dr. Sven Hanuschek unter dem vielsagenden Titel "Der Gang vor die Hunde". An den Abenden ist der Eintritt frei in der Villa ten Hompel. Kaiser-Wilhelm-Ring 28.

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