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Historischer Blick auf „Bürger, Rowdys und Rebellen“ Mit Hilfe des WDR-Studios Münster analysieren Wissenschaftler der Villa ten Hompel Polizeilehrfilme und andere Quellenbestände aus „bewegten Bildern“

Verfasst am 10. November 2004

„Bürger, Rowdys und Rebellen“ – die vor wenigen Wochen veröffentlichte DVD mit Polizeilehrfilmen aus Ost und West zeigt beispielhaft, dass die Historiker der Villa ten Hompel sich für ihre Forschungen längst nicht nur über verstaubte Akten beugen oder allein Schriftquellen des 20. Jahrhunderts analysieren. Vielmehr wird ein regelrechter „Schatz“ aus Bild- und Filmquellen sowie Mitschnitten von Zeitzeugeninterviews am Kaiser-Wilhelm-Ring in Münster gehütet – auf 16 Millimeter-Filmrollen und anderen Spuren ebenso wie in unterschiedlichen Videoformaten. Doch diese „bewegten Bilder“ aus bedeutsamen Beständen der Polizei sichtbar zu machen, sie auszuwerten und fürs „digitale Zeitalter“ zu sichern, erfordert nicht nur Know-how und tüftlerisches Geschick, sondern auch spezielles technisches Gerät. Schon mehrfach half daher das WDR-Studio Münster dem städtischen Geschichtsort Villa ten Hompel. Wobei Studioleiter Rüdiger Paulert (2.v.l.) und Wolfgang Schälte (l.), Produktionsgruppenleiter in der Abteilung Regionalstudios, jetzt für eine besondere Form der Unterstützung sorgten: Sie übergaben ein in der Studioarbeit bewährtes Abspielgerät für Beta-Filmformate ans Team der Villa ten Hompel. Das Duo für die Geschäftsführung am Geschichtsort, Prof. Dr. Alfons Kenkmann und Christoph Spieker (r.), bedankte sich herzlich für die großzügige Spende, die einen Zeitwert von mehreren tausend Euro hat, vor allem aber wissenschaftlich enorm wichtig und wertvoll für die Villa ten Hompel ist. „Einen solchen Player der Profiversion direkt im Hause nutzen zu können, eröffnet auch neue mediale Möglichkeiten für die Seminararbeit mit den Polizeibeamten aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens“, betonten Alfons Kenkmann und Christoph Spieker beim ersten Testlauf mit Betafilmen und einem Beamer.

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