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Gedenkstättenfahrt vor dem Weltjugendtag Villa ten Hompel und Maximilian Kolbe Werk laden im Herbst junge Erwachsene zu einer Geschichtswerkstatt mit Zeitzeugengespräch nach Polen ein. Anmeldeschluss: 1. August.

Verfasst am 03. Juni 2015

"Obok" - "Tür an Tür" titelte eine große, gemeinsam erstellte
Ausstellung zum deutsch-polnischen Verhältnis: Eine wechsel- und in der
Vergangenheit oft auch leidvolle Nachbarschaft, die inzwischen von
positiver Aufbruchstimmung bestimmt ist. Zum Weltjugendtag 2016 öffnet
Polen seine Türen und lädt interessierte Deutsche und andere Europäer
sowie Gäste aus allen Regionen der Welt herzlich ein, Krakau näher
kennen zu lernen und Gemeinsamkeiten in Kultur und Glaube zu entdecken.
Bei dieser Entdeckungsreise ist auch die jüngste Geschichte stets mit im
gedanklich-gefühlsmäßigen Gepäck, weshalb eine Begegnung im Austausch
intensive Vorbereitungen erfordert. 

Mut machen, historische Hintergründe ausleuchten und das Bewusstsein
für "Stolperfallen" schärfen möchte das Maximilian-Kolbe-Werk mit dem
Geschichtsort Villa ten Hompel. Das katholische Hilfswerk für KZ- und
Ghettoüberlebende gehört zu denen, die mitten im Kalten Krieg das Eis im
frostigen Verhältnis der Nationen zu brechen halfen. Das durch Spenden
finanzierte Werk lädt gemeinsam mit der NS-Erinnerungsstätte der Stadt
Münster zu einer Geschichtswerkstatt ein - als Einstimmung auf den
Weltjugendtag und zum begleitenden Brückenschlag mit polnischen
Bistümern. Die Geschichtswerkstatt findet vom 19. bis 22. November
2015 in Polen statt - bis 1. August können sich Interessierte dafür
online anmelden.

Willkommen sind Gruppenverantwortliche und aktive junge Erwachsene aus
den katholischen Jugendverbänden, die einen Austausch planen oder selbst
Fahrten nach Krakau im Sommer 2016 organisieren werden,und die sich
deshalb vorab inhaltlich zurüsten lassen möchten im Sinne der besonderen
Sensibilität, die zum Beispiel die Deutsche Bischofskonferenz und die
polnischen Partner sehen und die auch die finsteren historischen
Erfahrungen nicht ausspart.

Der Workshop beinhaltet eine Besichtigung der Gedenkstätte
Auschwitz-Birkenau im polnischen Oswiecim, eine Begegnung mit einer
polnischen Zeitzeugin, die im KZ Auschwitz-Birkenau inhaftiert war, und
die Auseinandersetzung mit den Fragen nach einer nachhaltigen
europäischen Erinnerungskultur. Geistliche Zugänge und Austausch wie
auch Erkundungen der gastgebenden Metropole an der Weichsel, kommen
ebenfalls nicht zu kurz. Anmeldungen, Infos zum Kostenrahmen,
individueller An- und Abreise und zum Programm im Netz direkt auf

http://www.maximilian-kolbe-werk.de/91891.html

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