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"Auf den Spuren eines Mythos - 1968 im Film" Veranstaltungsreihe in Münster

Verfasst am 17. Januar 2008

Zum 40. Mal jähren sich in diesem Jahr die Proteste der Stundentenbewegung in den 60er Jahren. Die 68er sind schon seit langem ein Mythos. Ein besonderen filmischen Streifzug bieten daher das Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und die Villa ten Hompel in Zusammenarbeit mit dem WDR Studio Münster, dem Programmkino Cinema und dem Stadtmuseum Münster an - eine in sechs Etappen eingeteilte Reihe "Auf den Spuren eines Mythos - 1968 im Film".

An allen Abenden werden Filme oder Dokumentationen gezeigt, die um 1968 entstanden und heute Zeitzeugnisse der damaligen Ereignisse und ihrer Rezeption sind. "Unsere Reihe will verdeutlichen wie auch in Münster die 68er-Bewegung die heile bürgerliche Welt durcheinander brachte", unterstreichen Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums, und Christoph Spieker, der die Villa ten Hompel leitet. Sie hatten die ur-sprüngliche Idee für die Filmreihe und knüpften Kontakte für die Kooperationen.

Zum Auftakt wird der Film "Alle Jahre wieder" von Ulrich Schamoni gezeigt. Der Streifen hat bis heute Kultstatus, wirft er doch einen ironischen Blick auf die Münsteraner Gesellschaft vor dem Jahre 1968.

Am Montag, 11. Februar 2008, wird um 20 Uhr die Produktion "Zwischen Kreuz und Hakenkreuz" in der Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, gezeigt – eine Wiederentdeckung aus Archiven des WDR. Es geht um den Umgang der Münsteraner Bevölkerung mit der NS-Vergangenheit ihrer Stadt. Christoph Spieker bezeichnet dieses Werk als ein "außergewöhnliches Zeitdokument". Filmemacher und -autor Markus Schröder, der ebenfalls als Experte in der Reihe Rede und Antwort stehen wird, schloss sich dieser Einschätzung an. Er erinnert sich an seine Jugend, in der er diesen Film mehrfach gesehen hat und freut sich ihn bald in der Villa ten Hompel sehen zu können.

Ein weiterer Ort ist das Programmkino Cinema an der Warendorfer Straße. Zwei Spielfilme werden dort auf die Leinwand gebracht - ein Streifen von Peter Fleischmann, "Jagdszenen aus Niederbayern", in dem die Ausgrenzung und Verfolgung Homosexueller und "Außenseiter" dargestellt wird. Knappe zwei Monate später erscheint dann ein Werk Peter Zadeks "Ich bin ein Elefant, Madame", der von dem Versuch erzählt, die demokratisch strukturierte Schule zu verändern. Diese Filme gucken über den Tellerrand Westfalens.

Nach jedem Film gibt es die Möglichkeit eine Diskussion mit fachkundigen Referenten o-der Zeitzeugen zu führen. "Ein angeregter Austausch zwischen Jung und Alt sind sehr willkommen und wir hoffen, dass diese Filmreihe alle Generationen ansprechen wird", so Christoph Spieker.

Das Programm im Überblick :

Montag, 21. Januar, 20 Uhr

Alle Jahre wieder (Ulrich Schamoni)

Referent: Dr. Volker Jakob, LWL-Medienzentrum für Westfalen

Ort: LWL-Medienzentrum für Westfalen, Fürstenberstr. 14, Raum C105

Reservierung: anke.ogorek@lwl.org, Tel.: 519-3956

Eintritt frei

Montag, 11. Februar, 20 Uhr

Zwischen Kreuz und Hakenkreuz

(Olik Breckhoff, 1969)

Referenten: Christoph Spieker, Geschichtsort Villa ten Hompel und Dr. Markus Köster,LWL-Medienzentrum für Westfalen

Ort: Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Willhelm-Ring 28

Eintritt frei

Montag, 25. Februar, 20 Uhr

Jagdszenen aus Niederbayern

(Peter Fleischmann, 1968)

Referent: Dr. Hans Gerhold, Filmhistoriker

Ort: Cinema, Warendorfer Straße 45-47

Reservierung: www.cinema-muenster.de, Tel.: 30300

Eintritt 6,50€

Montag, 10. März, 20 Uhr

Wilde Zeiten in Münster

Referenten: Markus Schröder, Filmjournalist und Dr. Axel Schollmeier, Stadtmuseum Münster

Ort: Stadtmuseum Münster, Salzstraße 28

Anmeldung: Tel.: 492-4503

Eintritt frei

Montag, 7. April, 20 Uhr

Ich bin ein Elefant, Madame

Peter Zadek, 1968)

Referenten: Dr. Hans Gerhold, Filmhistoriker und Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Historiker, Universität Leipzig

Ort: Cinema, Warendorfer Straße 45-47

Reservierung: www.cinema-muenster.de, Tel.: 30300

Eintritt 6,50€

Mittwoch, 23. April, 20 Uhr

Polizei und 1968

Referenten: Christoph Spieker, Geschichtsort Villa ten Hompel und Alfons Probst, Polizist und Zeitzeuge

Ort: Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Willhelm-Ring 28

Eintritt frei

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