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Neueröffnung der Dokumentations- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus in Lemgo Am 24. August 2012 wird die neue Ausstellung im Frenkel-Haus Lemgo eröffnet. Im Zentrum der Ausstellung steht die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel

Verfasst am 28. August 2012

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Geschichte der Familie Frenkel in Vergessenheit geraten. Mit ihrem Buch „Überleben“ (1986) hat Karla Raveh, geb. Frenkel, an die Schicksale ihrer Eltern, Geschwister und Großeltern erinnert. Als Reaktion auf die große Resonanz, die das Buch gefunden hat, wurde 1988 im Erdgeschoß des Hauses die Dokumentations- und Begegnungsstätte eröffnet.

Nach mehr als zwanzig Jahren ist die Ausstellung im Jahre 2012 mit einem neuen Konzept grundlegend umgestaltet worden. Die neue biografische Ausstellung erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel von der Zuwanderung nach Lemgo im Jahre 1862 bis zur Deportation im Jahre 1942. Die Ausstellung stellt darüber hinaus die Biografie der Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugin Karla Raveh vor, die in Tivon (Israel) und Lemgo lebt. Mit Filmen und Audiozeugnissen vermittelt sie einen Eindruck von der Persönlichkeit und dem Wirken dieser beeindruckenden Frau, die als Holocaust-Überlebende nach langen Jahren des Schweigens das Erzählen und Erinnern zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat.

Die Ausstellung im Frenkel-Haus ist vom 25. August 2012 an jeweils am Samstag und Sonntag in der Zeit von 15-17 Uhr geöffnet. Sonderöffnungen für Schulklassen und andere Gruppen sind nach Voranmeldung möglich. Das Städtische Museum bietet Führungen im Frenkel-Haus an, auch in Verbindung mit einer Stadtführung zur jüdischen Geschichte in Lemgo.

Frenkel-Haus

Echternstraße 70

32657 Lemgo

Kontakt: Städtisches Museum Lemgo, Breite Str. 17-19, 32657 Lemgo, Tel.: 05261-213276, museen@lemgo.de

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