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Die Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Der Grundstock zur Sammlung wurde im Rahmen der Vorbereitung der 1987 eröffneten Ausstellung "Verfolgung und Widerstand in Düsseldorf 1933 bis 1945" gelegt. Schon zur Eröffnung der ständigen Ausstellung wurden Videofilme mit Zeitzeugen erstellt. Diese Sammlung wurde ergänzt um Eigenproduktionen als auch um fremdproduzierte Videos, die sich auf Düsseldorfer oder auf für Düsseldorf wichtige Ereignisse in der NS-Zeit beziehen.

Entlassungsschein eines Düsseldorfer Kommunisten

Arbeitskarte der Zwangsarbeiterin Jadwiga Konieczna
Neben diesem Bestand verfügt die Gedenkstätte inzwischen über eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Dokumente und Exponate, die ehemals Verfolgte bzw. deren Angehörige zur Verfügung gestellt haben. Auf diesen Kontakten bauen auch wesentliche Teile der Fotosammlung auf, die sich auf Einzelpersonen oder auf einzelne Familien beziehen. In der Regel handelt es sich bei der Fotosammlung um Reproduktionen und Scans.
Ein weiterer Bestand sind Tonbandinterviews mit Verfolgten und deren Angehörigen. Diese Interviews liegen zum Teil transkribiert, zum Teil zusammengefasst vor. Der Bestand an persönlichen Erzählungen ist der Öffentlichkeit nicht allgemein zugänglich.

Der letzte Brief von Gerhard Wahrenberg vom 29. September 1942
Ebenso wie andere vergleichbare Einrichtungen verfügt die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf auch über Erinnerungsberichte und Briefnachlässe.
Über den Kontakt mit zwei früheren Düsseldorferinnen, die 2001 die Gedenkstätte besuchten, konnte ein Brief- und Postkartenkonvolut für die Sammlung gewonnen werden. Die Familie war in Düsseldorf mit den Kindern der ostjüdischen Familie Wahrenberg befreundet. Nachdem diese 1938 nach Polen abgeschoben worden waren, schrieb die 18jährige Klara und ihr Bruder Gert (*1924) mehr als 25 Briefe und Postkarten an Alma und Rudolf Kremser in Düsseldorf. Den letzten Brief erhielt das Ehepaar Kremser von Gert im September 1942. Die gesamte Familie Wahrenberg hat die NS-Zeit nicht überlebt.

"Die Republik der vierzehn Jahre" von Gerth Schreiner erschien 1939 im holländischen Exil
Zur Sammlung gehört außerdem zeitgenössische Literatur aus den Jahren 1933 bis 1945. Hierbei handelt es sich in der Regel um Originale, die nicht allgemein zugänglich gemacht werden.



