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Bildungsangebote Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Der Umgang mit Geschichte wird in der Arbeit der Gedenkstätte als aktiver Prozess verstanden.
In ihrem pädagogischen Angebot wendet sich die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf an Erwachsene und Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren in der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit. Lehrkräfte und Schüler finden für die Fächer Sachkunde, Geschichte, Deutsch/Literatur, Religion, Kunst, Politik, Philosophie und berufsbezogene Themen Anknüpfungspunkte und pädagogische Angebote.
Fragestellungen und Arbeitsformen orientieren sich am Kenntnisstand und am Interesse der Besucherinnen und Besucher. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte führen vor der eigentlichen Arbeit mit den Gruppen ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem sowohl die Schwerpunktthemen als auch die Arbeitsformen ausgewählt werden.
Themenbeispiele:
Mit Hilfe der Mahn- und Gedenkstätte kann zum Thema „Verfolgung und Widerstand in Düsseldorf 1933-1945“anschaulich lokalgeschichtlich gearbeitet werden. Folgende Themen lassen sich am lokalen Ereignis und an konkreten Biografien mit den Materialien der Gedenkstätte bearbeiten:
- Kriegsgefangene; Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter
- Widerstand in seiner ganzen Bandbreite von politischer Aktion bis zur Resistenz kirchlich geprägter Milieus
- die katholische und die evangelische Kirche im Nationalsozialismus
- SPD und KPD in der NS-Zeit
- Verfolgung von Homosexuellen
- Zeugen Jehovas als Verfolgte
- Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus
- Rolle der Verwaltung
- Zwangssterilisation und Ermordung Kranker und Behinderter
- Sinti in Düsseldorf
- Aspekte jüdischen Lebens in Düsseldorf
- Flucht, Exil, Emigration und Rückkehr.
Formen und Methoden:
- Stadtrundgänge zu "Verfolgung und Widerstand in Düsseldorf 1933 ‑ 1945", unter anderem zu den "Stolpersteinen"
- Stadterkundungen („Spurensuche")
- Projektberatung und -begleitung
- Studien- und Projekttage
- Perspektivisches Schreiben
- Adressatenbezogene Führungen und Fortbildungen für unterschiedliche Berufsgruppen, z. B. Krankenpflegeschülerinnen und -schüler
- Gedenkstättenfahrten, u.a. in Deutschland, nach Polen oder Frankreich
- Vermittlung und Begleitung von Zeitzeugengesprächen
- längerfristige Projekte, die z. B. in der Gestaltung von Gedenktagen durch Schüler münden; Beratung bei Beiträgen für Schülerwettbewerbe
- Ferienworkshops
- Beratung und Begleitung von Facharbeiten zum Thema „NS in Düsseldorf“
- Benutzung der Präsenzbibliothek, der Sammlung und des Archivs nach Absprache
- Kooperationsprojekte mit anderen Kulturinstituten in Düsseldorf aus den Bereichen Musik und Theater mit Schulen aus der Region.
Angebote für Lehrkräfte:
- Vorbereitung und Durchführung von Projekten und Projekttagen aller Schulstufen (ab Klasse vier) zum Thema NS-Zeit in Düsseldorf
- Lehrerfortbildungen; Seminare
- Besuche in Fachkonferenzen etc.
- Kooperationsverträge mit Schule
Dauer der Veranstaltungen:
Stadtrundgänge dauern mindestens 1,5 Stunden. Studientage etc. können von zwei Stunden bis hin zu mehreren Tagen stattfinden. Da keine Standardangebote gemacht werden, kann der Zeitrahmen stark variieren und hängt von der jeweiligen Gruppe und der gewählten Methode ab.
Kontakt:
Astrid Wolters
Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf
Mühlenstraße 6
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211/89-9 61 92 oder 0211/89-9 62 05 (Sekretariat)
E-Mail: gedenkstaette@duesseldorf.de



