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Lebensfreude im Judentum Zur Woche der Brüderlichkeit liest Pfarrer Willi Stroband in der ehemaligen Synagoge

Verfasst am 24. März 2014

DRENSTEINFURT J Bundesweit startete an diesem Wochenende die Woche der Brüderlichkeit zur Förderung des christlich-jüdischen Dialogs. Zum Auftakt der Aktion in Drensteinfurt las Pfarrer Willi Stroband in der Alten Synagoge chassidische Geschichten.

Chassidismus bezeichnet eine Erneuerungsbewegung im osteuropäischen Judentum. Die Resonanz auf die Veranstaltung war groß: Trotz bestem Frühlingswetter kamen rund 50 Besucher zur Lesung. Ausgewählte Geschichten aus mehr als 20 Büchern hatte Stroband dem Publikum mitgebracht. Diese handelten zum Beispiel von bedeutenden Rabbinern, der Suche nach Gott, dem Warten auf den Messias und der Rolle des Gebets im Judentum. Zentrales Muster war dabei die Lebensfreude der Gläubigen, die sich in den Geschichten wiederspiegelte. „Davon sollten wir Katholiken uns eine große Scheibe abschneiden”, meinte Stroband. Neben den chassidischen Erzählungen trug Stroband auch Zeitzeugenberichte des chassidischen Lebens zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor, um den Zuhörern einen Eindruck davon zu vermitteln, wie diese Geschichten entstanden sind. „Die Menschen waren oft unvorstellbar arm, gerade dann war das Vertrauen auf Gott wichtig”, erklärte der Pfarrer.

Zwischen den Geschichten gab das VHS-Orchester unter der Leitung von Udo Hölscher jüdische Lieder auf der Gitarre zum Besten. Zum Abschluss der Woche der Brüderlichkeit, veranstaltet der Synagogen-Verein am 15. März die Vorführung des Films „Die Bücherdiebin“ inklusive anschließender Diskussionsrunde mit Regisseur Arnon Goldfinger – ebenfalls in der Alten Synagoge. J sw

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