Inhalt

Geld für den jüdischen Friedhof Das Land bewilligt 16 500 Euro für die Sanierung der Grabsteine

Verfasst am 02. März 2007

Drensteinfurt. 16500 Euro bekommt die Stadt Drensteinfurt vom Land Nordrhein-Westfalen für die Sanierung der Grabstätten auf dem jüdischen Friedhof an der Kleiststraße in Drensteinfurt. Das teilte Bauminister Oliver Wittke gestern in Düsseldorf mit. Die Stadt Drensteinfurt selbst wird zu diesem Betrag noch etwas beisteuern. Wie viel Geld das sein wird, war gestern noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Hocherfreut war Sabine Omland vom Synagogenverein angesichts dieser guten Nachricht. Die Verwitterung sei seit Jahren deutlich erkennbar und nehme immer stärker zu. Die Grabsteine seien aber absolut erhaltenswert, „und es ist gut, dass da jetzt etwas geschieht“. Bereits im Jahre 1998 hatte der Verein ein Gutachten zum Zustand der Steine erstellen lassen. Das Gutachten sah dringenden Handlungsbedarf, und so machten sich Steinmetze ans Werk, um die historischen Grabstätten vor dem Verfall zu schützen. Diese Maßnahme brachte jedoch nicht den erhofften Erfolg. Der Synagogenverein wandte sich im vergangenen Jahr mit der Bitte an die Stadt, Mittel beim Land zu beantragen. Die Verwaltung kam diesem Wunsch nach, jetzt fließt das Geld.

Die Steinrestauratorin Eva Möllenkamp aus Nordkirchen wird sich nun der Grabsteine annehmen, um sie für die kommenden Jahrzehnte zu konservieren. Wann der Startschuss zu dieser Maßnahme fällt und wie viel sie letztlich kosten wird, steht noch nicht fest. oel

zurück