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Gedenken an die Opfer der Shoa in der Villa ten Hompel Die Drensteinfurter Stolperstein-Paten bei der Gedenkveranstaltung des Vereins "Spuren Suchen"

Verfasst am 13. Dezember 2008

Im Vortragssaal der Villa ten Hompel trafen sich am Freitagabend „Stolperstein-Paten“ aus Drensteinfurt, Lüdinghausen und Nienborg bei Ahaus sowie zahlreiche interessierte Zuhörer.

Nach der Begrüßung durch Christoph Spieker, Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel in Münster, und einführenden Worten von Peter Schilling, dem Vorsitzenden des Vereins „Spuren Suchen“, stellten die „Paten“ auf ganz unterschiedliche Weise, als Interview, Autobiografie oder Bericht über die eigene Familiengeschichte, das Leben der Opfer des nationalsozialistischen Regimes dar. Zur Lebensgeschichte von sieben jüdischen Bürgern aus Drensteinfurt, die in Riga, Stutthof und Auschwitz ermordet wurden, berichteten Birgitta Riediger, Lea Grümme, Maria Tölle, Heinrich Angenendt sowie Christian Rogoschewski, Franziska Homann und Simon Wiesrecker in Vertretung der Klasse 10b der Städtischen Realschule Drensteinfurt, die mit 10 Schülern und ihrer Klassenlehrerin Margitta Große an der Veranstaltung teilnahm. Norbert Sudmann gestaltete die Übergänge zwischen den Vorträgen musikalisch. Den Abschluss der eindrucksvollen und bewegenden Vorträge bildete die handschriftliche Unterzeichnung der Gedenkblätter durch die Autoren.

Die Biografien der Holocaust-Opfer, die danach in das Gedenkbuch der Villa ten Hompel aufgenommen wurden, können jetzt von allen Besuchern der ständigen Ausstellung der Gedenkstätte eingesehen werden.

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