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Förderverein Alte Synagoge zieht Resümee Die Stadt ist Mitglied in unserem Verein, aber ein Bürgermeister war noch nicht da“, begrüßte der erste Vorsitzende Dr. Kurt Omland auf der 25. Mitgliederversammlung des „Fördervereins Alte Synagoge“ Carsten Grawunder am Dienstagabend in der Alten Post.

Verfasst am 28. Februar 2015

Ausdrücklich betonte der Bürgermeister die Wichtigkeit des Synagogenvereins. Anerkennend lobte Grawunder das große Engagement des Ehepaares Omland und versprach seine Unterstützung für die kommenden Jahre. Zum 25-jährigen Jubiläum übergab er dem Verein eine finanzielle Zuwendung.

Aufgrund von Erkrankung konnten etliche Mitglieder nicht anwesend sein, sodass mit neun Personen der Kreis überschaubar blieb.

Auf zahlreiche Aktivitäten im vergangenen Jahr blickte der Verein zurück. So erinnerte Omland an Veranstaltungen rund um die Woche der Brüderlichkeit. Im Gedächtnis blieb auch die Ausstellung zum Jahr de Familie, bei der historische Hampelmänner besichtigt wurden.

Kulturelle Veranstaltungen wie ein Märchenabend, Konzerte, Tanzen, Lesungen – hier sei besonders die Lesung mit der Zeitzeugin Ruth Weiss erwähnt – fanden statt.

Führungen durch die Synagoge gab es für Schulklassen, Konfirmandengruppen, eine Delegation der Universität Münster und im Rahmen des Denkmaltages. An der Gedenkveranstaltung „Stolpersteine“ beteiligten sich zwei Grundschulklassen. Auch nahm der Verein an der Drensteinfurter Lichterkette gegen Pegida teil. Anlässlich des umfangreichen Programms im vergangenen Jahr bemerkte Dr. Kurt Omland: „Mit Stolz können wir sagen, dass wir die Auflagen der Stadt erfüllt haben. Wir haben die Synagoge mit Leben und Geschichte gefüllt und ihr einen mahnenden und erinnernden Charakter gegeben.“

Des Weiteren wurden Einzelheiten zur Feier des 25-jährigen Jubiläums besprochen. Diese beginnt mit einem Empfang am 13. Juni, dem sich vom 14. bis 28. Juni unter anderem Ausstellungen, insbesondere über die Geschichte der Synagoge in Wort und Bild und die Arbeit des Synagogenvereins, Vorträge und Konzerte anschließen.

Dankbar zeigte sich der Verein über die großzügige Spende der Sparkasse Münsterland-Ost in Höhe von 850 Euro. Gerade im Jubiläumsjahr käme das Geld für die Finanzierung kultureller Veranstaltungen besonders gelegen, so Omland.

Auch für das laufende Jahr haben sich schon wieder zahlreiche Schulklassen angemeldet. Zur Woche der Brüderlichkeit ist am 1. März eine Lesung mit Musik geplant.

Anja Bilabel liest Texte bekannter jüdischer Schriftsteller, zwischendurch unterhält Sabine Fröhlich mit der Violine. Am 14. März findet in der Synagoge eine Filmvorführung der VHS statt. Gezeigt wird der Film „Die Bücherdiebin“. Geplant ist eine Lesung mit Anna Andlauer, die aus ihrem Buch „Zurück ins Leben“, liest.

Andlauer erzählt darin über die Betreuung elternloser traumatisierter Kinder nach der Auflösung des KZ Dachau im Kinderzentrum Kloster Indersdorf. Der Termin steht noch nicht fest. Die Tagesfahrt führt zum jüdischen Museum nach Dorsten. - mew

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