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Die Drensteinfurter Synagoge - ein unbequemes Denkmal?

Verfasst am 06. Oktober 2013

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag stand unter dem Motto „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ Im Hinblick auf die Drensteinfurter Synagoge kann man diese Frage sicher bejahen. Auch wenn es der Synagoge heute nicht auf den ersten Blick anzusehen ist, war sie doch in der Reichspogromnacht eine Stätte schlimmer Verbrechen an den Drensteinfurter Juden und ihrem Bethaus. Diese Geschehnisse wurden lange beschwiegen, weil die Erinnerung daran unbequem war. Selbst nach 50 Jahren war daher die Unterschutzstellung der Ehemaligen Synagoge in den achtziger Jahren nur unter großen Schwierigkeiten zu erreichen. Heute ist sie als Gedenkstätte mit erinnerndem und mahnendem Charakter in Drensteinfurt weitgehend akzeptiert. Davon zeugt auch der gute Besuch am Tag des offenen Denkmals. Bei den drei am Nachmittag angebotenen Führungen konnte der Förderverein 69 Besucher in der Synagoge begrüßen, die die Geschichte des jüdischen Bethauses und der jüdischen Gemeinde kennen lernen wollten. Auch vom Westdeutschen Rundfunk war eine Redakteurin zur Aufnahme eines Interviews gekommen, um ihre Hörer über die wechselvolle Geschichte der Drensteinfurter zu informieren.

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