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Das Vermächtnis des Imo Moszkowicz Konzert mit Tania Pentcheva in der ehemaligen Synagoge in der "Woche der Brüderlichkeit"

Verfasst am 12. März 2011

Auch die alte Synagoge ist wieder ein Standbein der „Woche der Brüderlichkeit“, die am kommenden Sonntag, 13. März,  im Cinema Ahlen eröffnet wird. Am Freitag, 18. März, gastiert dort die Gitarristin Tania Pentcheva aus Münster, die die Eheleute Hildegard Offele-Aden  und Heinz Aden mit ihren besinnlichen und humorvollen Geschichten jüdischer Autoren begleitet. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Mit Annet van der Voort ist auch eine Drensteinfurterin an dem umfangreichen Programm beteiligt, das das „Forum Brüderlichkeit“ vorbereitet hat.  Am Sonntag, 27. März, liest die Fotokünstlerin gemeinsam mit Volker Jacob  um 17 Uhr im Kunstmuseum Ahlen aus ihrem Buch „Anne Frank war nicht allein – Lebensgeschichten deutscher Juden in den Niederlanden“.  In der „Woche der Brüderlichkeit“, die unter dem Motto „Aufeinander hören – miteinander leben“ steht, erfährt der im Januar 2011  verstorbene Regisseur Imo Moszkowicz besondere Wertschätzung. Als Erinnerung  an das filmische Werk des gebürtigen Ahleners, der für seine Verdienste zwischen Deutschen und Juden 2006 mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Ahlen ausgezeichnet worden war, wird zur Eröffnung am Sonntag, 13. März, um 14.30 Uhr der Film „Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“ gezeigt, in dem Moszkowicz das Leben des jüdischen Aktivisten Theodor Herzl nachgezeichnet hat. 40 Jahre nach Moszkowicz hat sich Monika Czernin, Autorin und Filmemacherin, mit der Person Herzels beschäftigt, und eine 45-minütigen Spieldokumentation für das ZDF mit dem Thema „Der Traum vom gelobten Land – Theodor Herzl und das moderne Israel“ gedreht, der nach der Eröffnung durch Ahlens Bürgermeister Benedikt Ruhmöller vorgeführt wird. Im Anschluss diskutiert die Regisseurin mit Fachleuten über den Film.  Die Brücke zum Islam schlägt Prof. Dr. Rauf Ceylan am Montag, 21. März, um 19 Uhr in der Familienbildungsstätte, der ein Buch über das Leben der Imame in Deutschland geschrieben hat. Ceylan ist Professor für Religionswissenschaften an der Universität Osnabrück und dort für die Ausbildung der Imame zuständig. Mit der Geheimorganisation Odessa und dem sie umgebenden Mythos befasst sich Dr. Heinz Schneppen, früherer deutscher Botschafter unter anderem in Tansania, am Dienstag, 22. März, bei seiner Lesung, die um 19.30 Uhr im Alten Rathaus beginnt. Historisch belegbar  ist, dass katholische Kirche und Rotes Kreuz maßgeblich daran beteiligt waren, dass sich NS-Verbrecher vor der Strafverfolgung nach Südamerika absetzen konnten.  Der Musik Andalusiens im 14. und 15. Jahrhundert widmet sich das Konzert von Rosa Zaragoza am Sonntag, 20. März, um 17 Uhr im Museum im Goldschmiedehaus. Die international bekannte Künstlerin gilt als eine der profiliertesten Vertreterinnen dieser musikalischen Kultur.  Sozusagen im Nachklang   zur „Woche der Brüderlichkeit“, die sich wieder über zwei Wochen erstreckt, gastiert der gemischte Chor der jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal „Masel Tov“ am Sonntag, 10. April um 17 Uhr in der evangelischen Christuskirche im Ahlener Süden.

Quelle: WN

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