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Aus dem Schatten der Malerei heraus Ausstellung in der ehemaligen Synagoge

Verfasst am 15. Oktober 2007

-sp-: Jedes Jahr organisiert der Kunst- und Kulturverein eine Ausstellung in der ehemaligen Synagoge – aber nie einfach „irgendeine Ausstellung“, wie die Vorsitzende Christa Heistermann betont. „Eine Ausstellung muss dem Raum gerecht werden“, findet sie. So wie die Ausstellung, die gestern Vormittag in der ehemaligen Synagoge eröffnet wurde. Unter dem Titel „AufSicht“ stellt der Künstler Jürgen Kottsieper drei großformatige Zeichnungen aus. Etwa 50 Gäste waren zu Eröffnung gekommen.

Museumspädagogin Angela Welzel führte in die Ausstellung ein. „Die Zeichnung stand über Jahrhunderte im Schatten der Malerei“, sagte sie. Lange sei die Zeichnung nicht als eigenständiges Medium, sondern höchstens als vorbereitende Skizze für ein Gemälde begriffen worden. „Dabei zeigen sich die Ideen des Künstlers in der Zeichnung am unmittelbarsten“, so die Expertin. In der Moderne sei die Zeichnung längst aus dem Schatten der Malerei getreten, habe sich emanzipiert. Und gestaltet wie bei Jürgen Kottsieper ganze Wandflächen.

Jürgen Kottsieper habe die Zeichnungen eigens für die ehemalige Synagoge geschaffen. Drei Werke – zwei schmale Hochformate und ein etwas größeres Format von 1,57 Meter Breite. Zusammen ergeben die Bleistiftzeichnungen eine einzige Arbeit, sind nicht als Einzelwerke zu betrachten.

Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 28. Oktober. Geöffnet ist sie donnerstags bis samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr.

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