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Erinnerungsportal für Dortmund bündelt Erinnerungsarbeit Im Internet-Gedenkbuch "ErPort" werden Opfer-Biografien und die Dortmunder Gedenkstätten gesammelt

Verfasst am 09. Dezember 2008

Das seit diesem Herbst online stehende Erinnerungsportal ("Erport") hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle bisherigen Aktivitäten der Erinnerungsarbeit in Dortmund an zentraler Stelle zu sammeln und verfügbar zu machen. Dazu gehören unter anderem von Stadtarchiv, Verbänden und Kirchengemeinden gesammelte Fakten sowie Erinnerungen und Biographien von Dortmunder Opfern aus der Zeit des Nationalsozialismus. Auch von zahlreichen Schulen erstellte Projekte sollen für Recherchen zur Verfügung stehen. Der Vorteil einer zentralen Plattform liegt in der gemeinsamen Abrufbarkeit aller Daten und den damit verbundenen Vergleichsmöglichkeiten.

Ein weiteres Ziel des Onlineportals ist es, die bisherigen Aktivitäten in Dortmund weiter zu vertiefen und noch mehr Jugendliche beispielsweise durch Kooperationen mit Vereinen oder Schulen zur Spurensuche anzuleiten. Für die Jugendlichen soll das Schicksal der Opfer von Verfolgung und Terror nachvollziehbar werden, um sie so zu motivieren, sich heute gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus einzusetzen. Unter dem Arbeitstitel "Zukunft braucht Erinnerung" soll auch das Engagement der jungen Generation im "ErPort" vernetzt werden.

Die Arbeit einer Projektgruppe des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums zeigt bereits einen ersten Ansatz für dieses Konzept: die Schüler recherchierten das Schicksal der Dortmunder Familie Schanzer und bereiten nun gemeinsam mit dem Stadtarchiv die Verlegung von Stolpersteinen vor. Von den wenigen Familienmitgliedern, die den Holocaust überlebten, halten sich heute nur noch vereinzelt Personen in Deutschland auf. Daher sorgen sich jetzt die Jugendlichen zum Beispiel um die Grabstein-Pflege der Familie Schanzer.

Das Projekt wird durch die "Interessengemeinschaft ein Erinnerungsportal für Dortmund" getragen, in welcher der Dortmunder Jugendring, die Stadt Dortmund sowie Institutionen und Einzelpersonen gemeinsam an der Weiterentwicklung des von ihnen ins Leben gerufenen Portals arbeiten. Auch die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache unterstützt das Projekt aktiv und kooperiert zum Beispiel bei Veranstaltungen mit "ErPort".

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