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Bildungsangebote Jüdisches Museum Westfalen (Dorsten)

Führungen und mehr...

Wir bieten Führungen, Gespräche, Filmanalysen, Werkstätten und Studientage für Kinder, Jugendliche und Erwachsenengruppen. Die folgenden Bausteine können selbstverständlich jederzeit variiert und nach Wunsch kombiniert werden.

Einen  ausführlichen Überblick finden Sie auf der Museumswebsite unter der Adresse www.jmw-dorsten.de/files/jmw-bildungsangebote040707.pdf

Für Gruppen und Schulklassen werden Führungen angeboten. Der Besuchstermin sollte möglichst frühzeitig mit dem Museum abgesprochen werden - Gruppen müssen grundsätzlich angemeldet werden. Wegen der begrenzten räumlichen Möglichkeiten sollte eine Gruppe nicht größer als 20 Personen sein. Größere Gruppen müssen geteilt werden. Nach Absprache sind donnerstags auch Führungen nach 18 Uhr möglich. Schülergruppen können ab 9 Uhr ins Haus kommen. Unsere Ausstellungsbegleiter/innen bieten Rundgänge an, die an den Interessen und dem Alter der Gesprächspartner orientiert sind. Bitte rechnen Sie dafür – je nach Diskussionsfreude und Größe der Gruppe – mit einem Zeitaufwand von ungefähr 60-90 min.

  • Überblicksführung "Zwischen Thora und Bücherkorb"
    Vielfältige Exponate demonstrieren, was jüdische Religion und Identität ausmacht: Tora und Talmud – Synagoge und Gemeinde – Feste und Familie – Zionismus – nationalsozialistische Verfolgung und jüdische Einwanderung

    Überblicksführung "Händler, Künstler, Fußballer"
    14 exemplarische Lebensgeschichten informieren über jüdisches Leben in Westfalen vom Mittelalter bis zur Gegenwart:  Der Banker Leo von Münster·- die Händlerin Freuchen Gans – der Künstler Benno Elkan – der Rabbiner Benno Jacob – der Fußballer Erich Gottschalk – die Politikerin Jeanette Wolff u.a.

    Schwerpunktführung "Leben sollst du! Masel tow!"
    Der Trinkspruch beim Kiddusch und der populäre Glückwunsch stehen für die vielen Festtage in Haus und Synagoge:  Geburt und Beschneidung – Barmizwa/Batmizwa – Ehechließung – Bestattung – Schabbat – Rosch Haschana und Jom Kippur – Pessach – Chanukka

    Schwerpunktführung "Lob der tüchtigen Frau"
    Am Schabbat stimmt das Familienoberhaupt das Gedicht über die tüchtige Frau (Spr 31,10ff.) an und inspiriert so zum Nachdenken über die Frau im Judentum:  Traditionelle Rolle in Haus und Synagoge: Tora und Synagoge – jüdische Frauen in Handel, Literatur und Politik: die Biographien von Freuchen Gans, Jenny Aloni und Jeanette Wolff – Rabbinerinnen in Deutschland

    Schwerpunktführung "Integriert und ausgegrenzt"
    Hier steht die wechselvolle Geschichte der Juden in Westfalen im Mittelpunkt, jeweils vermittelt an den Exponaten des Museums:  Jüdische Ansiedlung in Westfalen und ihre Vorgeschichte - Synagogen und Friedhöfe - Antisemitismus im 19. Jahrhundert – Weimarer Zeit und Nationalsozialismus – jüdisches Leben heute

Die letztgenannten 3 Schwerpunktthemen verbinden ausgewählte Aspekte der beiden Dauerausstellungen. Weitere Spezialthemen sind in Vorbereitung oder können individuell vereinbart werden, soweit die Fachkräfte dafür zur Verfügung stehen.

Pädagogische Angebote

Im Jüdischen Museum Westfalen bieten wir Bildungsbausteine für die unterschiedlichsten Altersgruppen, Interessen und sonstigen Bedürfnisse. Die Führungsschwerpunkte entnehmen Sie bitte der Seite „Führungen“; darüber hinaus gibt es ergänzende Angebote in kürzeren und längeren Formen. Außer Gesprächen sind Quellenarbeit zu unterschiedlichen Schulfächern, die Auseinandersetzung mit verschiedenen Filmen zum jüdischen Leben, Schreibaufgaben, Internetrecherchen und vieles andere möglich.

Fragen erwünscht. Judentum und jüdische Geschichte kennen lernen

Möchten Sie einen Überblick über die Bildungsangebote des Museums für die Primarstufe, die Sekundarstufen I und II und Jugendgruppen? Entsprechend unserem Selbstverständnis als Lernort bieten wir eine Vielzahl von Möglichkeiten, den Ausstellungsbesuch und eine unserer Führungen zu vertiefen durch Studientage und Werkstätten. Die bisher eingeführten Angebote für Jugendliche und Kinder können Sie hier in einer genauen Zusammenstellung nachlesen. Gern erproben wir weitere Ansätze mit Ihnen gemeinsam; auch die hier dargestellten Bausteine sind nach Absprache veränderbar.

Zwei Ansätze sind hier genauer geschildert:

  • die Studientage für Schülerinnen und Schüler
  • die Angebote für 6-12-jährige Kinder
"Wenn der Unterricht unter die Haut geht" - Schülerarbeit im
Jüdischen Museum Westfalen

In seinem Bildungsangebot wendet sich das Jüdische Museum Westfalen an Schüler und Schülerinnen aller Schularten. Die Themen beziehen sich nicht nur auf den Geschichtsunterricht, sondern auch auf das Fachgebiet Religion und werden im Rahmen von Führungen und Filmvorführungen behandelt. Das jüdische Museum Westfalen hält ein umfangreiches Angebot für Schülergruppen bereit, zum Teil gemeinsam mit Fachlehrern und -lehrerinnen entwickelt.

Neben den Führungen, die für Schüler ca. 45 bis 60 Minuten dauern, bietet der Studientag Gelegenheit, ein Thema exemplarisch über einen ganzen Vormittag bzw. bis in den Nachmittag hinein zu erarbeiten und zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Schülerarbeit steht der Umgang mit Quellen sowie der Literatur der Präsenzbibliothek. Zur Zeit stehen zum Thema Judenfeindschaft - Antisemitismus - Rassismus sieben Quellenpakete zur Verfügung.

Die Arbeit in kleinen Gruppen wird jeweils ergänzt durch Austausch und Diskussion in der Gesamtgruppe. Für einen Studientag stehen derzeit Themen für den Geschichts- sowie den Religionsunterricht zur Verfügung. Aufgrund der Materialzusammenstellung und der erforderlichen Arbeitsformen richten sich die Studientagsangebote an die Oberstufen von Gesamtschulen und Gymnasien. Für die Klassen 5 bis 10 sind eigene Angebote erarbeitet worden, die auf Anfrage vorgestellt werden können.

Auf Anfrage entwickeln wir auch gern ähnliche Angebote für Erwachsenengruppen sowie Fortbildungseinheiten für Lehrer/innen und andere Multiplikatoren.

Ansprechpartnerin: Mareike Böke, Tel.: 02362 - 951467

Museumspädagogische Angebote für Kinder im Jüdischen Museum Westfalen
Welche Kinder sprechen wir an?

Unser Angebot richtet sich an Kinder aller Schultypen der Jahrgänge 3 - 6, die sich bereits im Unterricht mit dem Thema Judentum befasst haben.

Welche Themen stehen im Mittelpunkt?

Im Mittelpunkt der Führung und des museumspädagogischen Programms stehen die jüdische Religion und die Vielfalt jüdischen Lebens in Geschichte und Gegenwart. Auf Wunsch greifen wir auch Fragestellungen zu Antisemitismus und zur Fremdenfeindlichkeit im Gespräch anhand von ausgewählten Ausstellungsstücken auf.

Wie sieht eine Führung aus?

Die Führung dauert in etwa eine Stunde. Nach einer kurzen Einführung im Foyer können sich die Kinder zunächst in der Ausstellung orientieren. In einem Sitzkreis werden erste Eindrücke gesammelt und die Stationen der Führung vereinbart. Thematisch ergeben sich in der Regel folgende Stationen:

Ausgehend von den Ausstellungsstücken werden Bereiche der jüdischen Religion und Kultur für die Kinder erfahrbar gemacht. Die Tora übt als Schriftrolle erfahrungsgemäß eine große Faszination auf die Kinder aus. Sie bildet den Dreh- und Angelpunkt jüdischen Lebens. Die Synagoge ist der Ort der Toragemeinschaft, des Betens und Lernens. Das Synagogenmodell lässt die Kinder erahnen, wie jüdische Gottesdienste gefeiert werden.

Je nach Kenntnisstand und Interesse der Kinder werden einzelne Feiertage wie Schabbat, Pessach oder Chanukka im Detail besprochen. Die Führung hat über weite Teile den Charakter eines Gespräches. Wir sprechen dabei möglichst viele Sinne an: So hören die Kinder z.B. hebräische Lieder mit Höranleitung, dürfen Kippa und Tallit anziehen und können Mazzen probieren.

Wie sieht das museumspädagogische Begleitprogramm aus?

Im museumspädagogischen Begleitprogramm kann die Führung nach einer Pause durch Eigenarbeit vertieft werden, die ca. eine Stunde dauert. Die Kinder wählen aus einem Angebot unterschiedlicher Arbeitsblätter frei aus. So können sie mit Hilfe von Schablonen Hebräisch schreiben, den Umgang mit hebräischen Texten als „Toraschreiber“ ausprobieren, Suchspiele in Toratexten machen, mit Chanukka-Dreideln spielen und Vorlagen zum Thema „Menora“ und „Tora“ ausmalen. Zusätzlich stehen einige Gegenstände jüdischen Lebens zur Verfügung, die in Ruhe angeschaut und angefasst werden dürfen. Es ist hilfreich, wenn die Kinder ihr Schreibmäppchen und einen Hefter für ihre Arbeiten mitbringen.

Welche Kosten und Zeiten müssen eingeplant werden?

  • Führung (ca. 1 Stunde) 30,00 € pro Gruppe (+ Eintritt)
  • Führung plus museumspädagogisches Programm (ca. 1 Stunde) 40,00 € pro Klasse
  • Eine Gruppe sollte nicht mehr als 15 Kinder umfassen. Da viele Schulklassen um die 30 Kinder haben, bilden wir zwei Gruppen, die nach einer Stunde und einer Pause zwischen Führung und Begleitprogramm wechseln
  • Wir bitten um möglichst frühzeitige telefonische Reservierung und Buchung. Wir versuchen, soweit es uns möglich ist, die organisatorischen und thematischen Bedürfnisse der Gruppe bei der Planung Ihres Besuches zu berücksichtigen.

Ansprechpartnerin: Mareike Böke, Tel.: 02362 - 45279