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Jahrestage des November-Pogroms stehen im Mittelpunkt

Verfasst am 20. Oktober 2004

Im Mittelpunkt der nächsten Veranstaltungen der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus stehen die Jahrestage des November-Pogroms 1938. Die NS-Machthaber nannten sie "Reichskristallnacht". Über die Veranstaltungen im November und Dezember 2004 informiert das neue Programmblatt der Gedenkstätte, das in zahlreichen Bonner Einrichtungen zu finden ist.

Der November beginnt mit einem Gedenkkonzert am 1.11.2004 um 20 Uhr. Johannes Brahms - "Ein Deutsches Requiem" wird an einem geschichtsträchtigen Ort zu hören sein: im Endenicher Kloster, Kapellenstr. 6, das 1941 auf brutale Weise zum Sammellager für die zwangsweise internierten Juden aus Bonn und Umgebung gemacht wurde.

Die Jahrestage des Pogroms 1938 werden am 9.11.2004 ab 17.30 Uhr mit einem Gedenkgang ab dem Beueler Rathaus und am 10.11.2004 um 19.30 Uhr mit einer Gedenkstunde am Synagogen-Mahnmal am Erzbergerufer begangen, bei der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, wie jedes Jahr, ein Gedenkwort sprechen wird.

Eine Zeitzeugin wird am 11.11.2004 um 20 Uhr im Gemeindesaal der Bonner Synagoge, Tempelstr.2-4, über ihr Schicksal sprechen: Margot Barnard berichtet über ihren Lebensweg von Beuel nach Palästina/Israel und England. Am 1.12.2004 um 19 Uhr wird Dr. Ilse Fischer im August-Macke-Haus, Bornheimer Str. 96, an den Bonner Lothar Erdmann erinnern. Der Freund August Mackes war Gewerkschafter und wurde 1939 im KZ ermordet.

Weitere Informationen erhält man in der Bonner Gedenkstätte, Franziskanerstraße 9, Tel. 0228/695240, Fax 0228/695217

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